Hilfsorganisationen rufen zu Spenden auf
Flutopfer brauchen Hilfe - mehr Informationen bei tagesschau.de.
Link in neuem Fenster öffnenDer Pegelstand der Elbe sinkt in Lauenburg weiter - Die Bewohner der vom Hochwasser überfluteten Altstadt sind am Sonnabend in ihre Häuser zurückgekehrt. Gemeinsam mit Statikern durften sie die Gebäude betreten. Diese überprüfen ein Haus nach dem anderen. Sind diese sicher, dürfen die Bewohner dort bleiben. Bis zum frühen Nachmittag hatten die meisten der rund 300 von der Evakuierung Betroffenen Lauenburger ihre Wohnungen und Häuser aufgesucht, wie Tom Reher vom Krisenstab der Stadt sagte. Wer wolle, könne in seiner Wohnung bleiben. Der Strom sollte allerdings erst am Sonntag wieder angeschaltet werden. Eine Frau freute sich, nach einer Woche endlich wieder im eigenen Bett schlafen zu können. Es gab aber auch enttäuschte Gesichter: In einige Wohnungen war dreckiges Elbwasser gelaufen. Die Feuerwehr pumpt die Wohnungen bis auf einen Zentimeter Höhe leer. Um den Rest müssen sich die Bewohner selbst kümmern. Viele Häuser sind aber auch trocken geblieben.
Bereits am Freitag hatten Statiker etwa die Hälfte der rund 170 betroffenen Gebäude auf Einsturzgefahr hin untersucht. Größere Gebäudeschäden, die die Statik beeinträchtigt hätten, seien nicht gefunden worden, sagte Reher. Laut Krisenstab bleibt das Gebiet aber für Fußgänger und Autofahrer bis auf weiteres gesperrt, zum Schutz vor Hochwasser-Touristen. Außerdem wird es strenge Hygiene-Auflagen geben. Der Krisenstab befürchtet, dass durch das verschmutzte Elbwasser Keime und Krankheitserreger in die Altstadt gelangt sind. Noch immer sind Hunderte Helfer im Einsatz, unter anderem um die Deiche zu kontrollieren. Sie sind laut Krisenstab stabil - Entwarnung gibt es aber nicht. "Wir haben in Sachsen-Anhalt gesehen, wie schnell es gehen kann", sagte Krisenstabssprecher Peter Schütt. Unterdessen sinkt der Pegelstand weiter um rund einen Zentimeter pro Stunde. Am Sonnabend lag die Marke in Hohnstorf gegenüber von Lauenburg bereits wieder bei knapp neun Metern und damit wieder unter dem Höchststand von 9,22 Metern während des Hochwassers von 2011.
Der schleswig-holsteinische Landtag hat den Weg für eine Soforthilfe für die vom Hochwasser betroffenen Lauenburger frei gemacht. Die Abgeordneten stimmten einer Summe in Höhe von einer Million Euro zu. Den gleichen Betrag packt der Bund oben drauf. Pro Haushalt gibt es bis zu 7.500 Euro, unbürokratisch und ohne Nachweise. Ein einfacher Antrag mit einigen Schadensangaben reicht aus.
Möglich macht das der sogenannte Fluthilfe-Fonds, den Bund und Länder am Donnerstag gemeinsam vereinbart haben. Wie groß der Hilfstopf sein wird, ist noch nicht sicher. In Berliner Koalitionskreisen ist von bis zu acht Milliarden Euro die Rede. Auch die Firmen im Lauenburger Industriegebiet können auf finanzielle Hilfen hoffen, auch wenn keine größeren Schäden entstanden sind. Den Betrieben seien Kosten durch die Umlagerung von Waren und Rohstoffen entstanden, sagte Landeswirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) bei einem Ortstermin. Man sei in intensiven Gesprächen.
Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) hat die Bundesregierung aufgefordert, dauerhaft mehr Geld als bisher für den Hochwasserschutz bereitzustellen. Der SPD-Politiker sagte der "Stuttgarter Zeitung" (Donnerstagsausgabe), der Bund müsse die Finanzierung des Hochwasserschutzes im Binnenland neu ausbalancieren und an den Küstenschutz anpassen. "Heute ist die Lastenverteilung beim Hochwasserschutz im Binnenland zu 60 Prozent beim Bund und zu 40 Prozent bei den Ländern. Beim Küstenschutz sind es 70 zu 30."
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