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Bildungsminister fordert 450 Lehrerstellen

Der schleswig-holsteinische Bildungs- und Kulturminister Ekkehard Klug (FDP) © picture alliance / dpa Fotograf: Christian Charisius Detailansicht des Bildes Ekkehard Klug (FDP) hat mit seinem Konzept die Union verärgert - nun ist die Koalition im Kieler Landtag wieder zerstritten. Zwischen CDU und FDP hat es am Mittwoch im Kieler Landtag wieder Streit über die Lehrerstellen im Land gegeben. Bildungsminister Ekkehard Klug (FDP) stellte ein neues Konzept vor, in dem er mehr als 450 zusätzliche Lehrerstellen fordert. Die Schrift mit dem Titel "Bildung ist Lebenschance" würde auf Mehrkosten von fast 23 Millionen Euro hinauslaufen. CDU-Landeschef Jost de Jager zeigte sich über diesen Vorschlag wenig begeistert: "Je länger der Bildungsminister nachsitzt, desto mehr Lehrerstellen kommen dabei raus", so de Jager.

Ursprünglich sollten 300 Lehrerstellen bleiben

Im November hatte die FDP vorgeschlagen, von den ursprünglich 3.650 bis 2020 wegfallenden Lehrerstellen 300 im Schulsystem zu lassen. Finanziert werden sollte dies durch Zinseinsparungen. Daraufhin hatte ein Koalitionsausschuss Klug gebeten, im ersten Quartal Vorschläge zur Verbesserung des Bildungssystems vorzulegen. "Mein Auftrag war, zu begründen, wie man die Bildungsqualität in Schleswig-Holstein in unterschiedlichen Bereichen verbessern sollte in den kommenden Jahren", so der Bildungsminister. Für den FDP-Landeschef und Sozialminister Heiner Garg handelt es sich bei Klugs Konzept um ein "etwas überraschend vorgelegtes Papier des Bildungsministers". Seine Fraktion wolle darüber beraten, um anschließend gemeinsam mit dem Koalitionspartner die Vorschläge zu erörtern. Klugs Vorschläge lieferten "wertvolle Anregungen".

Sitzung mit Panne

Wegen einer Störung der Mikrofonanlage hatte die Sitzung schon nach einigen Minuten unterbrochen werden müssen. Nach einer Stunde stand fest, dass der Defekt nicht schnell behoben werden kann. "Wir eröffnen wieder um 15 Uhr", sagte Landtagspräsident Torsten Geerdts. Sein Mikrofon hatte schon zu Beginn der Sitzung nicht einwandfrei funktioniert. So konnte nach einer umfangreichen Reparatur gut drei Monate vor der Wahl wieder über die Bildungspolitik gestritten werden.

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IPN-Gebäude an der Universität in Kiel.  Fotograf: Baak, Sebastian
 

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