Stand: 25.06.2012 07:15 Uhr
Bunter Sternenzauber beendet Kieler Woche
Mit einem großen und bunten Feuerwerk über der Kieler Förde ist am späten Sonntagabend traditionell das größte Volksfest Nordeuropas beendet worden. Gegen 23 Uhr schossen die Raketen zum Himmel. Knapp 20 Minuten lang versank die Landeshauptstadt in einem Sternenzauber - das Ganze abgerundet mit Musik. Während am Vormittag starker Regen den Besucherandrang an der Kiellinie und rund um den Rathausplatz noch gedämpft hatte, kamen zum Abschluss-Feuerwerk am Kieler Innenhafen viele Tausende Schaulustige. Noch bis zum Abend bummelten die Besucher über die Partymeile, bestaunten Schiffe, hörten Musik. Einige feierten noch bis in die Morgenstunden in den vielen Bars und Kneipen der Stadt weiter.
Großes Feuerwerk erstrahlt den Kieler Himmel
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Am Sonntagabend ist die Kieler Woche mit einem Feuerwerk zu Ende gegangen.
Um 23 Uhr starten die ersten Raketen...
...und erleuchten den Himmel über der Kieler Förde.
An der Kiellinie verfolgen Tausende Schaulustige das Spektakel, aber...
... auch über den Dächern Kiels...
... genießen einige Hausbewohner...
... einen tollen Blick auf den bunten Sternenzauber.
Circa 30 Minuten schossen die Raketen in den Himmel.
Thema des Abschlussfeuerwerks in diesem Jahr: "Sternenzauber über Kiel".
Thema des Abschlussfeuerwerks in diesem Jahr: "Sternenzauber über Kiel".
Weniger Polizei-Einsätze als im vergangenen Jahr
Zehntausende deutsche Fußballfans feiern beim Public Viewing auf der Kieler Woche.
Die Bilanz der Veranstalter und der Polizei fiel nach dem neuntägigen Volksfest positiv aus. Trotz widriger Wetterbedingungen feierten knapp drei Millionen Gäste. Selten sei eine Kieler Woche so entspannt und so friedlich verlaufen wie diese, sagte Kiels Bürgermeister Peter Todeskino am Sonntagnachmittag. Laut Angaben der Polizei hat sich das Sicherheitskonzept bewährt. Die Anzahl der Straftaten ist geringer als im Vorjahr. Bis Sonntagmittag wurden 115 Anzeigen registriert, im vergangenen Jahr waren es 144. Besonders häufig rückten die Beamten wegen einfacher (78) und gefährlicher Körperverletzung (26) aus. "Hier hat es aber einen deutlichen Rückgang gegeben", sagte Thomas Bauchrowitz, der Leiter der Polizeidirektion Kiel. Stark zugenommen hätten jedoch Pkw-Aufbrüche.
Segeln, feiern und Party nonstop an der Förde
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Knapp drei Millionen Gäste haben 2012 an der Kieler Förde gemeinsam gefeiert. Sehen Sie hier die schönsten Bilder von der Kieler Woche 2012.
Das Wetter meint es am Schlusstag aber nicht gut mit der Kieler Woche. Es regnet teilweise in Strömen.
Aber die Kieler Woche-Fans sind regenerprobt und lassen sich die Stimmung nicht vermiesen.
Nordeuropas größtes Volksfest zieht Einheimische und Gäste in den Bann.
Tausende Fans stehen dicht an dicht vor den vielen Bühne - so wie hier auf dem Rathausplatz...
... oder auch vor der NDR Bühne am Ostseekai beim Konzert von Soulman Stefan Gwildis.
Auch Frida Gold rockt auf der NDR Bühne und...
...lockt die Massen an.
Auch Seifenblasen gibt es im Überfluss. Erfreut darüber sind nicht nur die jungen Besucher, sondern auch die Erwachsenen.
Maritimer Höhepunkt: die Windjammerparade.
Am Schiffskorso nehmen etwa 100 Groß- und Traditionssegler sowie knapp 20 Dampf- und Begleitboote teil.
"Trinken hilft!" - dieser Spruch ist in der ganzen Stadt auf unterschiedlichen Flächen zu lesen.
Kein Halten gibt es beim Kieler Public Viewing vor der Großbildleinwand, wenn die deutsche Nationalmannschaft spielt.
Das Volksfest ist auch ein Kinderparadies. Auf der Krusenkoppel können sich die Kleinen austoben.
Hier wird gebaut, gebastelt und gemalt.
Viele Schaulustige locken auch die Segelregatten vor Kiel-Schilksee an.
Etwa 3.500 Sportler aus mehr als 40 Staaten liefern sich spannende Wettfahrten.
Ein Marinehubschrauber und ein Rettungsboot demonstrieren den Zuschauern an der Kiellinie einen Einsatz.
"Open Ship": Reges Treiben herrscht auf dem russischen Marineschiff "Kaliningrad".
Marinesoldaten des US-Kreuzers USS "Normandy" sorgen am Ufer mit Jazzmusik für gute Stimmung.
Der große Moment: Ministerpräsident Torsten Albig (r.) eröffnet mit dem traditionellen Typhonsignal "lang-kurz-kurz-lang" für das maritime "Leinen los!" die Party offiziell.
Der große Moment: Ministerpräsident Torsten Albig (r.) eröffnet mit dem traditionellen Typhonsignal "lang-kurz-kurz-lang" für das maritime "Leinen los!" die Party offiziell.
Weltgrößtes Segelereignis vor Schilksee
Zu den Segelregatten hatten sich 3.500 Starter aus mehr als 40 Staaten angemeldet. Allerdings kamen nur wenige internationale Olympia-Starter nach Kiel. Viele Sportler bereiten sich zurzeit auf die Olympischen Spiele im August in London in ihrer Heimat vor. Dennoch bleibt die Kieler Woche die weltgrößte Regatta-Serie - auch wenn vor Schilksee keine Weltcup-Finals mehr ausgetragen werden. Im kommenden Jahr wird die Segelregatta Teil einer neu gegründeten Europa-Serie sein. Bereits dieses Jahr hatten die Veranstalter blitzschnell auf die erst im Mai für 2016 neu eingeführten Olympia-Disziplinen reagiert und das Kiten als Demonstrationssport aufgenommen. "Die Kieler Woche ist die innovativste Regatta der Welt", betonte der nach 26 Jahren scheidende Organisationschef Jobst Richter.
Weitere Informationen
Bei der Kieler Woche hat Rekordsieger Wolfgang Hunger seinen 20. Gesamtsieg im 505er ersegelt. Der Lübecker Simon Grotelüschen kam bei den Laserseglern hingegen nur auf Rang zwei. mehr
Maritimer Höhepunkt: Parade der Groß- und Traditionssegler
Eines der Highlights war wie jedes Jahr die Windjammerparade am Sonnabend. Die mehr als 100 Groß- und Traditionssegler konnten unter vollen Segeln aus dem Kieler Hafen auslaufen. An der Spitze der Formation fuhr die Dreimastbark "Alexander von Humboldt II". Bei einer leichten Brise und vielen sonnigen Abschnitten versammelten sich fast 100.000 Schaulustige am Ufer der Förde, um die imposante Karawane zu beobachten.
Weitere Informationen
Die traditionelle Windjammerparade der Kieler Woche hat am Sonnabend knapp 100.000 Menschen an die Förde gelockt. Die "Alexander von Humboldt II" führte die rund 120 Schiffe an. mehr
Viele Stars auf der NDR Bühne
Auch vor der NDR Bühne am Ostseekai feierten Zehntausende Menschen ausgelassen. Die NDR 1 Welle Nord, NDR 2, N-JOY und das Schleswig-Holstein Magazin holten nationale und internationale Musikstars wie Stefan Gwildis, Frida Gold, Stefanie Heinzmann oder Kim Wilde auf die Bühne. Ein Highlight war auch das Finale des "Schleswig-Holstein Hammers".