Verkehrsmeldungen aus Schleswig-Holstein
Staus, Baustellen, Gefahrenhinweise - die aktuelle Verkehrslage mehr
Das durchwachsene Wetter hat die Gäste nicht vom Feiern abgehalten: Knapp drei Millionen Besucher aus aller Welt hat die Kieler Woche in diesem Jahr in die Landeshauptstadt gelockt - trotz nicht gerade sommerlicher Temperaturen und viel Regen. Aber die Kieler Woche-Fans sind regenerprobt, weiß Stadtsprecher Arne Gloy: "Da wird einfach die Regenjacke eingepackt. Vor den Bühnen war es zum Teil rappelvoll." Die Stadt Kiel ist mit dem Verlauf des größten Volksfests Nordeuropas zufrieden. An den ersten fünf Tagen hatten knapp 1,4 Millionen Menschen die Kieler Woche besucht - etwas weniger als im vergangenen Jahr.
Das größte Volksfest Nordeuropas endete am Sonntagabend mit dem traditionellen Feuerwerk. Gegen 23 Uhr schossen die Raketen zum Himmel. 18 Minuten lang versank die Landeshauptstadt in einem Sternenzauber - das ganze abgerundet mit Musik. Die Kieler Verkehrsgesellschaft brachte am letzten Veranstaltungstag noch einmal alle Busse auf die Straße. Viele Besucher hatten noch bis in die Morgenstunden friedlich gefeiert.
Laut Angaben der Polizei hat sich das neue Sicherheitskonzept bewährt. Die Anzahl der Straftaten sei geringer als im Vorjahr, so Thomas Bauchrowitz, der Leiter der Polizeidirektion Kiel. Bis Sonntagmittag wurden 113 Straftaten registriert, im vergangenen Jahr waren es knapp 140 Anzeigen. Besonders häufig rückten die Beamten wegen einfacher und gefährlicher Körperverletzung aus.
Bei vielen Besuchern hatte das neue Konzept es für Unmut gesorgt, insbesondere im Bereich der Hörn. Auf das Konzertgelände wurden nur noch 8.000 Gäste gelassen, und die Absperrungen verdeckten auch von Weitem die Sicht auf die Bühne. Im vergangenen Jahr benötigten die Rettungskräfte teilweise bis zu 30 Minuten bis zum Einsatzort - das wollte man in diesem Jahr verhindern, so Bauchrowitz.
Die Polizei registrierte seit Beginn der Kieler Woche rund 300 Einsätze. Der bislang schlimmste Fall ereignete sich am Sonnabend vergangener Woche. Bei einer Messerstecherei auf dem Festgelände wurde ein 20-Jähriger schwer verletzt. Der mutmaßliche Täter soll nach Polizeiangaben im Streit zugestochen haben. Viel zu tun haben auch die Rettungssanitäter - vor allem mit Alkoholvergiftungen, Kopfplatzwunden und Schnittverletzungen durch Flaschen.
Eines der Highlights war wie jedes Jahr die Windjammerparade am Sonnabend. Das Wetter war perfekt: Die mehr als 100 Groß- und Traditionssegler konnten unter vollen Segeln aus dem Kieler Hafen auslaufen. Bei einer leichten Brise und viel Sonne versammelten sich rund 200.000 Schaulustige am Ufer der Förde, um die imposante Karawane zu beobachten. Die besten Plätze waren schnell besetzt. Auf dem Westufer waren Falckenstein und Friedrichsort gerappelt voll. Liegestuhl, Fernglas, Kaffee und Brötchen gehörten dort zur Grundausstattung der Zuschauer. Statt der "Gorch Fock" führte in diesem Jahr die "Alexander von Humboldt" die Windjammerparade an.
Bei der NDR Bühne am Ostseekai feierten Zehntausende Menschen ausgelassen die Musikstars "The Hooters", Lotto King Karl, Johannes Oerding und Laith Al-Deen. Die NDR 1 Welle Nord, NDR 2 und N-JOY holen nationale und internationale Stars auf die Bühne - darunter Silly, eine Band, die am Freitagabend um 20 Uhr auftrat. Frontfrau ist Anna Loos. Ein Highlight war am Dienstagabend das Finale des "Schleswig-Holstein Hammers" der NDR 1 Welle Nord. Die Besucher der Kieler Woche klatschten gleich zwei Kandidaten zum Sieg.