Verkehrsmeldungen aus Schleswig-Holstein
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Im Wattenmeer sind so viele Seehunde wie noch nie geboren worden. In diesem Winter haben in der Nordsee vor Schleswig-Holstein rund 170 Tiere das Licht der Welt erblickt. Ein Jahr zuvor waren es nach Angaben des Wattenmeersekretariats nur 131 gewesen. Die Zunahme sei ein Erfolg des Naturschutzes, hieß es. Kegelrobben kommen im Winter von Ende November bis Ende Januar zur Welt.
Über Jahrhunderte galt die Kegelrobbe vor der schleswig-holsteinischen Nordseeküste als nahezu ausgestorben. Seit den 1980er Jahren erobert sie sich immer mehr Terrain zurück. Nach Angaben des Naturschutzverbandes Schutzstation Wattenmeer gibt es derzeit wieder vier Kolonien im Wattenmeer. Dort leben mehr als 3.300 Kegelrobben, die meisten allerdings vor der niederländischen Küste. "In Schleswig-Holstein gebären und ziehen die Robben ihre Jungen auf zwei Sandbänken nahe Juist und nahe Amrum sowie auf der Düne vor Helgoland groß", sagte Silvia Gaus von der Naturschutzgesellschaft "Schutzstation Wattenmeer".
In der Helgoländer Kolonie wurden in diesem Winter 136 Kegelrobbenbabys geboren. Dazu kämen schätzungsweise noch 35 Tiere von der Kolonie auf Amrum, sagte Thomas Borchardt vom Nationalparkamt. Fünf dieser Robbenbabys sind mittlerweile nach Dithmarschen umgesiedelt worden. Sie werden in der Seehundstation Friedrichskoog aufgepäppelt. Die Tiere werden bis zu 2,30 Meter groß und bis zu 300 Kilogramm schwer. Sie sind damit deutlich größer und schwerer als Seehunde.