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Blick von einer Autobahnbrücke auf den fließenden Verkehr © picture-alliance/ dpa / Ronald Wittek Fotograf: Ronald Wittek
 

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Immobilien-Poker mit der NPD

Die NPD will ein Haus in Hemme kaufen © NDR Fotograf: Carsten Rauterberg Detailansicht des Bildes Dieses Haus in Hemme im Kreis Dithmarschen wollen Rechtsextremisten angeblich kaufen. In der Dithmarscher Gemeinde Hemme will die NPD angeblich ein Gebäude kaufen. Vielen im Ort macht das Sorgen. Das Haus steht schon seit Jahren zum Verkauf. Eine Zeit lang beherbergte es ein Bordell. Jetzt kleben NPD-Plakate in den Fenstern.

Der Eigentümer - der sich selbst Geistheiler nennt - verweist auf den Entwurf eines Kaufvertrags mit einem angeblichen NPD-Mitglied. Die NPD plant laut Eigentümer dort ein Schulungszentrum. Der Vorsitzende des NPD-Bezirksverbandes Westküste, Ingo Stawitz, sagte, dass seine Partei Interesse an dem Gebäude habe. Es gebe auch Sponsoren für die Finanzierung.

Allerdings halten Kenner der Szene es für unwahrscheinlich, dass ein Kauf der Immobilie in Hemme von Rechtsextremisten bevorsteht. Die NPD selbst habe kein Geld. Dass es zahlungskräftige Sponsoren gebe, bezweifeln die Experten.

Eger: "Rechtsextreme wollen Preis in die Höhe treiben"

NPD  Detailansicht des Bildes Der Verfassungsschutz warnt davor, dass Rechtsextreme nur die Immobilienpreise hochtreiben wollen. Hinter der Ankündigung rechtsextremer Verbände und Parteien, ein Haus oder Grundstück kaufen zu wollen, stecke oft nur die Absicht, eine unverkäufliche Immobilie wieder marktfähig zu machen, sagte der Leiter des Verfassungsschutzes Schleswig-Holstein, Horst Eger, der NDR1 Welle Nord. Er weist darauf hin, dass Eigentümer heruntergekommener, unverkäuflicher Gebäude immer mal wieder drohen, an Rechtsextremisten zu verkaufen, um den Preis in die Höhe zu treiben.

Das Ziel in solchen Fällen ist offenbar, dass die Gemeinde aus Angst vor unliebsamen Nachbaren, das Objekt zu einem überteuerten Preis selbst kauft. In einem Kreisverband in Ostdeutschland hat die NPD – nach Angaben des Verfassungsschutzes - auch schon sogenannte ‚Vermittlungsdienste‘ bei Immobiliengeschäften angeboten – gegen eine Parteispende.

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