Verkehrsmeldungen aus Schleswig-Holstein
Staus, Baustellen, Gefahrenhinweise - die aktuelle Verkehrslage mehr
2012 wurden mehr Heuler gerettet als je zuvor, insgesamt 174 Jungtiere.
Die Seehundstation Friedrichskoog (Kreis Dithmarschen) ist für Heuler in den meisten Fällen die letzte Rettung. Dieses Jahr bewahrten Helfer so viele Seehund-Jungtiere wie noch nie vor dem Hungertod. 174 Tiere wurden wieder aufgepäppelt - ein neuer Rekord. Allerdings sank die Zahl der Besucher. Nach Angaben der Leiterin der Seehundstation, Tanja Rosenberger, besuchten 130.000 Menschen die Station an der Westküste. Gut 17.000 weniger als in den vergangenen Jahren.
Nach einem internationalen Abkommen ist die Seehundstation Friedrichskoog die einzige berechtigte Aufnahmestelle für Heuler in ganz Schleswig-Holstein. Jungtiere aus Nord- und Ostsee werden nur hierher gebracht. Zunächst kommen sie zwei Tage lang in ein Quarantänebecken, bevor sie in ein normales Aufzuchtbecken umziehen dürfen. Bislang stehen insgesamt sieben dieser Becken zur Verfügung. Im kommenden Jahr werden es allerdings elf sein. Die neuen Becken sollen im Frühjahr bezugsfertig sein, hofft Rosenberger.
Zurzeit lebt in Friedrichskoog neben Seehunden auch die zweite heimische Robbenart: die Kegelrobbe. Sie kann bis zu drei Meter lang und 320 Kilogramm schwer werden und ist damit Deutschlands größtes Raubtier. In der Station leben zwei Kegelrobben gemeinsam mit fünf Seehunden in einem knapp 800.000 Liter großen Becken. Fünf feste Mitarbeiter sowie mehrere ehrenamtliche Helfer sorgen in der Seehundstation für das Wohl der Tiere. Staatliche Zuschüsse gibt es dafür nicht. Seit 1996 finanziert sich die Station ausschließlich aus Spenden und dem Verkauf von Eintrittskarten.