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Wollen mit ihrem Kurzfilm für Furore sorgen: Felix Wenning, Jarek Zimmermann und Leo Schick (v.l.).
Eine typische Kieler Studenten-WG, dritte Etage, mitten im Zentrum: Hier wohnt Leo Schick. Gemeinsam mit seinen Freunden Felix Wenning und Jarek Zimmermann will er den 99 Fire-Films-Award in Berlin gewinnen, der im Rahmen der Berlinale stattfindet. Die Herausforderung: Sie haben nur 99 Stunden Zeit, um einen 99 Sekunden langen Film zu drehen. Seit Dienstag um 10 Uhr kennen die drei Geografie-Studenten das Thema: "Put a smile on your face" ("Zaubere ein Lächeln auf Dein Gesicht"). Eine weitere Vorgabe der Jury: In ihrem Film muss die Zahl 500 vorkommen.
Jede Minute muss die E-Mail eintreffen: Das Trio wartet gebannt auf das Thema.
Kurz vor der Bekanntgabe des Themas sind Leo, Felix und Jarek noch ziemlich entspannt. Bei einer Tasse Kaffee ulken sie mit Freunden in der WG-Küche am Dreiecksplatz herum. Allerdings steigt ihre Nervosität mit jeder Minute. Endlich ist es 10 Uhr. Gespannt warten sie auf eine Nachricht mit ihrem Thema. Doch es passiert erst einmal nichts. Zehn Minuten später kommt Hektik auf - die ersehnte E-Mail ist im Postfach. Ein breites Grinsen macht sich in ihren Gesichtern breit. "Put a smile on your face" - so heißt ihr Thema. Von jetzt an haben sie 99 Stunden Zeit, ihr Video zu verwirklichen.
Sofort sprudeln die Ideen. Allerdings wird dem Trio ziemlich schnell bewusst, dass im selben Moment in ganz Deutschland auch andere Teams im "Gedankenrausch" befinden. Mehr als 5.000 Teilnehmer haben sich bei dem Wettbewerb angemeldet. Die besten Neun schaffen es ins Finale nach Berlin. Das ist jedoch noch Zukunftsmusik. Also keine Zeit verlieren. Es sei viel schwieriger, sich für einen konkreten Vorschlag zu entscheiden - und diesen dann auch umzusetzen, meint Leo.
Rauchende Köpfe: die Kieler Studenten planen die Umsetzung ihres Themas.
Als erstes legt das Kieler Nachwuchs-Filmteam einen Zeitplan fest. Außerdem werden die Aufgabe verteilt, damit jeder im Team weiß, was er zu tun hat. Für Leo ist das Zeitmanagement das wichtigste bei diesem Wettbewerb: "Nur so haben wir eine Chance, den 99 Fire-Films Award zu gewinnen." Bis kommenden Sonnabend um 13 Uhr muss der Film fertig und im Internet hochgeladen sein. Sonst wird ihr Beitrag nicht am Wettbewerb teilnehmen.
Aus allen Einsendungen werden bis zum 10. Februar die 99 besten Filme ausgesucht. Eine Jury, die aus prominenten Schauspielern wie Kai Wiesinger, Bettina Zimmermann, Wotan Wilke Möhring, Natalia Avelon und Leander Haußmann besteht, vergibt Preise in den Kategorien "Bester Film", "Beste Idee" und "Beste Kamera". Die besten neun Teilnehmer werden zur Preisverleihung am 16. Februar nach Berlin eingeladen. Den Gewinnern winken 9.999 Euro. Außerdem sind die 99 besten Filme auf der Onlineplattform MyVideo zu sehen. Dort können dann Nutzer abstimmen, welcher Kurzfilm ihnen am besten gefällt. Der Gewinner erhält den Publikumspreis, der mit 999 Euro dotiert ist.