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Blick von einer Autobahnbrücke auf den fließenden Verkehr © picture-alliance/ dpa / Ronald Wittek Fotograf: Ronald Wittek
 

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Erneut Feuer in Kieler Zoohandlung

Feuerwehrmänner und ein Feuerwehrwagen vor dem Zooladen Knutzen © NDR Fotograf: Maja Bahtijarevic Detailansicht des Bildes In der Kieler Zoohandlung Knutzen hat es innerhalb von 24 Stunden zweimal gebrannt. Zum dritten Mal innerhalb von 24 Stunden ist in Schleswig-Holsteins größter Zoohandlung ein Feuer ausgebrochen. Die Feuerwehr musste am Freitagabend mit mehreren Löschzügen erneut zum Brandort in der Kieler Innenstadt ausrücken. Mehrere Anwohner hätten von einem lauten Knall berichtet, sagte Feuerwehr-Einsatzleiter Thomas Börner NDR 1 Welle Nord. Mehr als 40 Einsatzkräften gelang es, die Flammen auf einer Fläche von 200 Quadratmetern nach knapp zwei Stunden zu löschen. "Es ist schon sehr ungewöhnlich, dass es wieder auf so einer großen Fläche brennt. Wir waren bis 16 Uhr noch mit einer Brandwache vor Ort", sagte Börner. Am späten Abend gegen 22.15 Uhr rückten erneut zwei Löschzüge aus. Offenbar loderte ein verstecktes Glutnest wieder auf. Der dritte Brand konnte jedoch schnell bekämpft werden.

Viele Tiere gerettet

Das erste Feuer in der Tierhandlung in der Adelheidstraße war am Donnerstagabend ausgebrochen. Zeitweise waren gut 300 Feuerwehrleute im Einsatz, um die Flammen zu bekämpfen. Der aus Lagerhalle, Verkaufsbereich und Büro bestehende Gebäudekomplex brannte völlig aus. Knutzen-Geschäftsführer Dirk Bruhn sagte NDR 1 Welle Nord, dass die Tiere im Bereich Aquaristik und Terraristik ein Opfer der Flammen wurden. Allerdings habe man sämtliche Säugetiere, Warmblüter und Vögel retten können. "Wir haben die Tiere erst in einer Tankstelle gelagert und dann hat die Feuerwehr sie ins Tierheim gebracht", so Bruhn.

Evakuierung von angrenzenden Häusern

Anwohner der umliegenden Gebäude mussten am Donnerstag die Häuser verlassen, darunter auch die Bewohner einer Einrichtung für betreutes Wohnen. Mehr als 20 Menschen wurden stundenlang in einem bereitgestellten Bus der Kieler Verkehrsgesellschaft versorgt. Eine Frau kam mit Verdacht auf eine Rauchvergiftung in ein Krankenhaus. Die Brandursache ist noch unklar. Der Schaden dürfte nach ersten Schätzungen bei mehreren Hunderttausend Euro liegen. Brandexperten der Kieler Polizei mussten sich am Freitag darauf beschränken, Anwohner und Zeugen zu befragen. Das Gebäude konnte noch nicht betreten werden. Erst am Montag wollen die Ermittler sich die Ruine ansehen.

Zwölf Feuerwehren im Einsatz

Die Feuerwehr war am Donnerstag gegen 20 Uhr von Anwohnern alarmiert worden, die einen Feuerschein im hinteren Gebäudeteil beobachtet hatten. Die Flammen hatten sich bereits eine halbe Stunde später auf den gesamten Komplex ausgebreitet. Wegen der schwierigen Löscharbeiten forderte die Kieler Berufsfeuerwehr noch alle zehn Freiwilligen Wehren der Landeshauptstadt sowie die Kameraden aus Kronshagen an. Erst Freitagfrüh gegen 4 Uhr hatten die Einsatzkräfte den Großbrand unter Kontrolle. Die umliegenden Straßen inklusive des Schützenwalls waren während der Löscharbeiten gesperrt.

Traditionsunternehmen in der Kieler City

Die Tierhandlung Knutzen wurde 1905 gegründet. Sie bezeichnet sich auf ihrer Homepage als "Schleswig-Holsteins größter Zoo- und Angelfachmarkt". Zum Angebot gehören demnach neben Vögeln, Kaninchen und Meerschweinchen unter anderem Koi-Karpfen, Schildkröten, Leguane, Vogelspinnen und Schlangen.

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Das Zoofachgeschäft Knutzen am Morgen nach dem Brand © NDR Fotograf: Rafael Czajkowski
 
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In der Nacht zum Freitag hat es im Zoofachgeschäft Knutzen gebrannt.

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Hamburger Feuerwehr löscht den Brand in einer Lagerhalle für Kunststoff-Produkte in Hamburg-Tonndorf. © dpa Fotograf: Bodo Marks
 
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Welche Ausrüstung nutzen die Brandbekämpfer? Alle Infos in der Bildergalerie.

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