Verkehrsmeldungen aus Schleswig-Holstein
Staus, Baustellen, Gefahrenhinweise - die aktuelle Verkehrslage mehr
Eintausend Menschen zogen durch die Kieler Innenstadt, um für den Erhalt der 800 Dienstposten im Marinearsenal zu demonstrieren.
Mehr als Tausend Menschen sind am Freitag wieder vor dem Kieler Marinearsenal auf die Straße gegangen, um ihrem Unmut über die Standortauflösung Ausdruck zu verleihen. Die Gewerkschaft ver.di Nord forderte, die geplante Schließung des Marinearsenals zu stoppen. "Es steht fest, dass die Entscheidung des schwarz-gelben Kabinetts 750 qualifizierte Arbeitsplätze und 120 Ausbildungsplätze in Gefahr bringt", sagte Karin Hesse, Leiterin des ver.di Landesbezirks Nord.
Die sozialen Auswirkungen seien für die von der Schließung betroffenen Beschäftigten gravierend, teilte der Verband der Arbeitnehmer der Bundeswehr mit. Die hochspezialisierten Leistungen des Arsenals seien "zwingend erforderlich, um die Einsatzfähigkeit der Marine zu gewährleisten". Die Entscheidungen der Bundeswehrreform seien zudem "wieder nicht transparent und offen durch das Ministerium kommuniziert" worden.
Die Demonstranten können die Argumente für die Schließung des Marinearsenals nicht nachvollziehen.
Der Protestmarsch führte quer durch die Innenstadt: vom Marinearsenal aus über die Werftstraße bis hin zum Kieler Hauptbahnhof. Dort fand die Abschlusskundgebung statt. Zu den Rednern gehörte auch Kiels Oberbürgermeister Torsten Albig (SPD), der die 150-jährige Marinetradition der Stadt hervorhob. Er versprach, sich weiter für den Erhalt des Standortes einzusetzen. Mit dem Protestmarsch solle ein klares Signal gesendet werden, sagte der Personalvorstand des Arsenals, Hans-Walter Rohlf.
Acht Standorte in Schleswig-Holstein werden geschlossen, außerdem viele Kasernen verkleinert - auch in der Landeshauptstadt Kiel. Die Zahl der Soldaten und zivilen Mitarbeiter soll von 5.290 auf 3.590 sinken. Geplant ist unter anderem die Auflösung des Marinearsenals mit mehr als 800 Dienstposten. Dagegen formiert sich der Protest.