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NDR Verkehrsstudio
Blick von einer Autobahnbrücke auf den fließenden Verkehr © picture-alliance/ dpa / Ronald Wittek Fotograf: Ronald Wittek
 

Verkehrsmeldungen aus Schleswig-Holstein

Staus, Baustellen, Gefahrenhinweise - die aktuelle Verkehrslage mehr

 

Rettungsschirm für Soldaten gefordert

Soldaten marschieren mit Truppenfahnen in einer Reihe über ein Feld. © dpa - Bildfunk Fotograf: Holger Hollemann Detailansicht des Bildes Schleswig-Holstein ist "Bundeswehrland". Noch herrscht Unsicherheit, welche Richtung die Bundeswehrreform nimmt. Für die Bundeswehr kommt die Woche der Entscheidungen: Am 26. Oktober veröffentlicht Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière Einzelheiten zur Bundeswehrreform. Auch Schleswig-Holstein muss sich auf gravierende Einschnitte und Veränderungen einstellen. In der NDR 1 Welle Nord Sendung "Zur Sache" forderte Hans-Dieter Petersen, Vorsitzender des Bundeswehrverbandes Nord, einen Rettungsschirm für betroffene Soldaten und Zivilbeschäftigte. "Wer bereit ist, in diesem Land Geld in die Rettung des Bankensystems oder den Umbau der Energieversorgung zu investieren, der muss auch bereit sein, Geld in die Hand zu nehmen für diejenigen, die jeden Tag im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland Leib und Leben riskieren", so Petersen. Unter anderem geht es um Hilfe für Soldaten, die im Zuge der Reform versetzt werden und mit ihren Familien umziehen müssen.

Größte Reform in der Geschichte der Bundeswehr

Der Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus wertet die anstehende Reform als die größte in der Geschichte der Bundeswehr. Er betonte, dass auch an das Schicksal der einzelnen Soldaten gedacht werden müsse. Rund 40 Standorte besitzt Schleswig-Holstein noch. 27.000 Männer und Frauen arbeiten hier für die Bundeswehr. Eine Menge Potential für den Rotstift des Ministers – doch Einzelheiten sind nach wie vor unbekannt. Vor diesem Hintergrund warnen Wehrbeauftragter und Bundeswehrverband davor, diese Reform auf Zahlen zu reduzieren. Spardruck dürfe nicht zu Mehraufwand an anderer Stelle führen.

Keine Bestandsgarantien für Standorte

Ein Bundeswehrsoldat bei einer Truppenübung im Wald. © dpa - Bildfunk/lni Fotograf: Steffen, Peter Detailansicht des Bildes Welche Standorte in Schleswig-Holstein hat das Verteidigungsministerium im Visier? Bislang hat es Verteidigungsminister de Mazière geschafft, sich nicht in die Karten schauen zu lassen. "Es gibt keinen Standort, der sicher ist", sagt er, "und keinen der unsicher ist". Für Schleswig-Holstein ist eine Entscheidung offiziell. Bis 2012 wird in Lütjenburg (Kreis Plön) beheimatete Regiment der Heeresflugabwehr aufgelöst. Die Flugabwehrpanzer vom Typ "Gepard" stehen bereits in den Depots und das Flugabwehrsystem "Mantis" wurde an die Luftwaffe nach Husum abgegeben. Das Schicksal anderer Standorte ist noch offen. So fragen sich die Menschen in Plön, was aus ihrer Unteroffiziersschule wird, in Boostedt sorgen sich 1.700 Soldaten und Angestellte um ihre Zukunft, und Husum diskutiert nicht nur die Zukunft seines Spezialpionierbataillons. Als relativ "sicher" gelten dagegen unter anderem die Standorte Neustadt, Jagel und Eckernförde.

Was passiert nach dem Abzug

Schon mit der Transformation der Bundeswehr ab 2004 wurden zahlreiche Kasernen in Schleswig-Holstein geschlossen. Ein Schock für die Gemeinden und Städte. Vor allem aus wirtschaftlicher Sicht war das ein schwerer Schlag. Sinkende Kaufkraft und leerstehende Wohungen sind nur zwei Beispiele. Doch die meisten Kommunen haben sich davon erholt, zum Beispiel an der Westküste Schleswig-Holstein. In Albersdorf in Dithmarschen sind nach Angaben des Bürgermeisters fast alle ehemaligen Kasernengebäude wieder belegt - mit Betrieben, einem Studentenwohnheim und einer Kita. In Breitenburg im Kreis Steinburg sind die Soldaten vor drei Jahren abgezogen. Noch liegt das Gelände brach, aber vom kommenden Jahr an sollen dort Wohnungen und ein Gewerbegebiet entstehen.

"Goldener Handschlag" für ältere Soldaten

Verteidigungsminister de Maizière hat angekündigt, dass er den Wandel von der Freiwilligen zu einer Berufsarmee vor allem finanziell abfedern will. Bis zum Ende des Jahres solle jeder Soldat wissen, wie es mit ihm weiter geht. Unter anderem plant er eine Art "Goldenen Handschlag" für Soldaten ab dem 50. Lebensjahr. Wer die Streitkräfte früher verlässt, kann danach mit Steuererleichterungen und Hilfen für den Berufswechsel rechnen. Darüber hinaus will de Maizière eine höhere Attraktivität des Arbeitgebers Bundeswehr, sprich Prämien und bessere Bezahlung für besondere Belastungen.  

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