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Es ist nur ein kleiner Piks, aber er hilft Leben retten. Am Weltblutspendetag am Freitag warteten Kliniken und Hilfsorganisationen auf Spender - auch in Schleswig-Holstein. Im Klinikum Itzehoe hatten die Mitarbeiter unter anderem mit Heavy-Metal-Fans zu tun, die frischen Wind in die deutsche "Blutspende-Trägheit" bringen wollten. Die Organisatoren des Wacken Open Air-Festivals (W:A:O) hatten die Fans aufgerufen, Blut zu spenden. Das Motto lautete: "Metalheads kennen keinen Schmerz".
Seit acht Uhr war das Wacken-Team um Festival-Gründer Holger Hübner vor Ort. Sie sorgten nicht nur für das W:O:A-Feeling, sondern hielten auch "Händchen" und plauderten aus dem "Festival-Nähkästchen". Die Wacken Open Air-Veranstalter und das Klinikum Itzehoe arbeiten im Rahmen des Festivals bereits seit Jahren eng zusammen. Daraus sei die Idee für die Aktion entstanden, sagte eine W:A:O-Sprecherin. "Die Resonanz ist gewaltig", sagte der Leiter der Blutspendezentrale, Robert Adam. Mehr als 30 Metal-Fans und andere Besucher seien schon morgens da gewesen. Eigentlich sollte um 16 Uhr Schluss sein, aber wegen des großen Andrangs blieb die Blutspendezentrale länger geöffnet.
Mitmachen kann jeder, der über 18 Jahre alt und gesund ist sowie mindestens 50 Kilo auf die Waage bringt. Ausgeschlossen sind beispielsweise Menschen, die drogenabhängig sind, sich in den vergangenen fünf Monaten tätowieren ließen oder sich einer größeren Operation unterziehen mussten. Auch homosexuelle Männer und Menschen mit häufig wechselnden heterosexuellen Partnern sind nicht zur Blutspende zugelassen.
In Deutschland findet der Weltblutspendertag seit 2004 immer am 14. Juni statt. Das Datum wurde zu Ehren des Mediziners Karl Landsteiner gewählt, der am 14. Juni 1868 das Licht der Welt erblickt hatte. Landsteiner entdeckte Anfang des 20. Jahrhunderts die unterschiedlichen menschlichen Blutgruppen und bereitete so den Weg für die erste erfolgreiche Bluttransfusion die Medizinern 1907 gelang. 1930 erhielt Landsteiner für seine Entdeckung den Nobelpreis für Medizin.