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Hunderte Menschen beteiligen sich in Kiel an einer Demonstration gegen die Macht der Banken.
In vielen deutschen Städten haben am Sonnabend erneut Tausende Menschen gegen die Macht der Finanzmärkte protestiert. Auch in Schleswig-Holstein beteiligen sich immer mehr Menschen an der Protestwelle. Nach dem Vorbild der Occupy Wall Street Bewegung kamen in Kiel nach Polizeiangaben mehr als 300 Menschen zusammen, um mit Plakaten und lauten Sprechchören gegen die Macht der Banken und das Verhalten der Politiker zu demonstrieren. In Lübeck protestierten 70 Teilnehmer.
Bei sonnigem Herbstwetter zogen die Demonstranten durch die Kieler Innenstadt bis zur HSH Nordbank. Viele Menschen hatten sich der Kundgebung spontan angeschlossen. Auch ältere Menschen und Familien mit Kindern beteiligten sich. Mit dabei waren auch Vertreter politischer Parteien und Organisationen. Der Hauptkritikpunkt lautete: Die Politik unterstützt die Banken und kürzt bei den Bürgern.
Das globalisierungskritische Netzwerk Attac hatte die verschiedenen beteiligten Gruppen organisatorisch zusammengeführt. Der Protest richtete sich insbesondere gegen die Bankenrettungspläne der EU. Attac fordert, die Banken zu zerschlagen, die so groß sind, dass die Politik ihr Scheitern um jeden Preis verhindern muss. "Ohne eine Zerschlagung der Großbanken kann es keinen Ausweg aus der Krisenspirale der Eurozone geben", hieß es in einer Mitteilung von Attac.
"Gerecht Geht Anders" und "99%": Viele Menschen finden, dass die Politik die Banken unterstützt, aber beim Volk kürzt.
Organisator Andreas Meyer von Attac Kiel sagte der NDR 1 Welle Nord, er freue sich, dass sich so viele Menschen, die noch nie bei Demonstrationen dabei waren, dieser Kundgebung angeschlossen hätten. "Die Leute haben einfach die Schnauze voll davon, sich in den Nachrichten anzuhören, wie Pakete geschnürt werden, um die sogenannten Märkte zu beruhigen."