Verkehrsmeldungen aus Schleswig-Holstein
Staus, Baustellen, Gefahrenhinweise - die aktuelle Verkehrslage mehr
Laut Regionalchef Goecke soll es keine Entlassungen bei der Agentur für Arbeit geben. (Archivbild)
Der bis 2015 bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) geplante Stellenabbau wird auch die Regionaldirektion Nord hart treffen. Bundesweit sollen nach Angaben von BA-Chef Frank Jürgen Weise aus Kostengründen 17.000 Arbeitsplätze wegfallen, auch bei der Regionaldirektion Nord. Sie ist für die Bundesländer Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern zuständig. Hier sind rund 17.000 Menschen bei der Arbeitsagentur beschäftigt. Etwa 15 Prozent der Belegschaft könnte abgebaut werden, sagte der Leiter der Regionaldirektion, Jürgen Goecke. Nach Informationen der NDR 1 Welle Nord sollen in Schleswig-Holstein 350 Stellen wegfallen.
Regionalchef Goecke zufolge soll der Jobabbau vor allem über Umstruktierungen erreicht werden. Niemand werde entlassen. Ein Teil der Mitarbeiter werde aus Altersgründen ausscheiden, außerdem würden Zeitverträge nicht verlängert, erklärte Goecke. Er begründet den Stellenabbau mit den veränderten Rahmenbedingungen für die Arbeitsagenturen. "Wir haben in den letzten sechs Jahren fast eine Halbierung der Arbeitslosigkeit". Außerdem habe man vor zwei Jahren zusätzliches Personal wegen der erwarteten Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise eingestellt. Die BA hat laut Goecke für das vergangene Frühjahr mit bundesweit fünf Millionen Arbeitslosen gerechnet. Das sei aber glücklicherweise nicht eingetreten.
Die Bundesagentur für Arbeit will ihre Standorte zusammenfassen und die Zahl der Geschäftsstellen reduzieren. (Themenbild)
Die Bundesagentur für Arbeit will mit dem Stellenabbau ihre Kosten deutlich verringern. Etwa eine Milliarde Euro soll ab 2015 pro Jahr gespart werden, sagte BA-Chef Weise. Dabei soll auch die Zusammenlegung von Standorten helfen. In Schleswig-Holstein hat man damit bereits angefangen. So wird der Kreis Rendsburg-Eckernförde künftig durch Neumünster mitverwaltet. Auch die Zahl der Geschäftsstellen soll reduziert werden.