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Zehnjähriger rettet seinen Freund aus dem Eis

"Ich habe ihm gesagt, er soll da nicht hingehen, weil das Eis so geknackt hat", sagte der zehnjährige Thomas Pinkal im Gespräch mit NDR.de. Aber sein Schulfreund Ali wollte unbedingt zu den Enten. Und tatsächlich: Das Eis auf dem Feuerlöschteich in Hannover Bemerode gab nach und der elfjährige Ali versank bis zum Kinn im frostigen Wasser. Mit klammen Fingern hielt er sich am Rand der Eisfläche fest. Thomas zögerte nicht lang, rannte zu seinem Kumpel und zog ihn zurück aufs Eis. Dank seiner mutigen Hilfe kam Ali mit dem Schrecken davon: Er wurde zwar mit einer Unterkühlung, aber ansonsten verletzungsfrei vorsorglich in ein Krankenhaus in Hannover gebracht und durfte noch am selben Tag wieder nach Hause gehen.

"Ich hatte ein wenig Angst"

"Zuerst hatte ich einen Schock", sagte der Fünftklässler im Gespräch mit NDR.de. "Nur ganz kurz, fünf Sekunden, dann bin ich losgelaufen und habe Ali herausgezogen." An der Jacke und am Arm habe er ihn dabei festgehalten. Von hinten habe ein dritter Junge auch Thomas an der Jacke gezogen, damit er bei seinem Rettungsversuch nicht selbst in das Wasser fällt. Als alle wieder auf dem Eis standen, war der Schreck aber noch nicht vorbei. "Ich hatte ein wenig Angst, das Eis auf dem wir stehen, könnte auch einbrechen", erinnert sich Thomas. Erst an Land hätten sich alle wieder sicher gefühlt. Katja Pinkal ist stolz auf ihren Sohn Thomas, auch wenn sie zuerst besorgt war, weil ihr Junge viel zu spät aus der Schule nach Hause kam. Aber "das war mutig", sagt sie jetzt, wo sie weiß, was passiert war.

Die meisten Eisflächen dürfen nicht betreten werden

Laut Polizei hatte eine Entengruppe auf dem Feuerlöschteich ein etwa neun Quadratmeter großes Loch eisfrei gehalten. Dort, wo sich die Tiere aufhalten, sei es in der Regel wärmer und gerade an den Kanten sei die Eisdecke dünner, sagte ein Polizeisprecher NDR.de. Das Wasser in dem Teich erreiche eine Tiefe bis zu 1,50 Meter. Dies sei nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene gefährlich. Deshalb warnen die Behörden in Niedersachen weiterhin nachdrücklich davor, öffentliche Eisflächen zu betreten. Die andauernde Kälte und die zweistelligen Minusgrade trügen, das Eis ist auf den meisten Gewässern noch zu dünn und brüchig: Es besteht Lebensgefahr.

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