Verkehrsmeldungen für Niedersachsen
Staus, Baustellen, Gefahrenhinweise - die aktuelle Verkehrslage mehr
Mit dem Schnee kehrt die Glätte zurück: Auf Niedersachsens Straßen ist wieder das Chaos ausgebrochen.
Nach wochenlangem trübem Regenwetter ist der Winter mit Schnee und Temperaturen unter null Grad wieder in Niedersachsen eingekehrt. Das macht sich besonders auf den Straßen bemerkbar. Landesweit hat es bereits mehrere Glätteunfälle gegeben, bei denen Auto- und Lkw-Fahrer verunglückt sind. In den meisten Fällen blieb es bei Blechschäden. Im Landkreis Gifhorn allerdings starb am Mittwochmorgen eine junge Frau.
Die 21-jährige Autofahrerin war bei Hankensbüttel mit ihrem Wagen von der Straße abgekommen und prallte mit der Fahrerseite gegen einen Baum. Dabei erlitt sie laut Polizei so schwere Verletzungen, dass sie noch an der Unfallstelle starb. Die Bundesstraße blieb für die Bergungs- und Räumarbeiten rund eine Stunde gesperrt.
Auf der A 352 bei Engelbostel (Region Hannover) rutschte am Mittwoch ein Lkw von der Fahrbahn und durchbrach die Leitplanke. Der Transporter kam quer zur Straße zum Stehen und blockierte den Verkehr. Der Fahrer wurde bei dem Aufprall leicht verletzt.
Auf der Bundesstraße 6 zwischen Nienburg und Lemke musste seit Dienstagabend der Verkehr umgeleitet werden, weil ein Lkw von der Fahrbahn abgekommen und umgekippt war. Die noch für den Abend angesetzte Bergung mit einem Kran scheiterte und sollte am Mittwoch wierderholt werden. Der Fahrer erlitt bei dem Unglück leichte Verletzungen.
Bereits am Dienstag kam es bei starkem Schneefall allein auf der A 30 zwischen Schüttorfer Kreuz und Nordhorn zu sieben Unfällen. Unter anderem geriet ein Sattelzug in Richtung Niederlande ins Rutschen, prallte gegen die Leitplanke und stellte sich quer. Wenig später schleuderte ein Auto beim Überholen gegen einen anderen Wagen. Danach rutschte ein Kleintransporter gegen die Leitplanke und blieb liegen. Zwei weitere Unfälle mit einem Sattelzug und einem Sprinter ereigneten sich in Fahrtrichtung Osnabrück. Bei den Unfällen entstand nach Angaben der Polizei ein Schaden von mehr als 50.000 Euro. Verletzt wurde niemand.
Mit einem Blechschaden und einem Schrecken kam am Dienstag auch ein 19-Jähriger aus Buchholz (Landkreis Harburg) davon. Er wollte sich das Kratzen der Autoscheiben sparen und legte eine Wärmflasche auf das Armaturenbrett, damit das Eis schmilzt. Nach Polizeiangaben wartete er aber nur so lange, bis ein kleiner Sehschlitz frei war - und übersah ein geparktes Auto am Straßenrand. Der Schaden an den Fahrzeugen beträgt rund 3.000 Euro.