Die Luftaufnahme verdeutlicht, wie dramatisch die Lage am Dienstag in Gießen (Landkreis Hildesheim) ist.
Der Fluss Innerste ist über die Ufer getreten und überflutet zahlreiche Felder.
Rund um das Schloss Derneburg im Landkreis Hildesheim heißt es am Dienstag "Land unter".
Während das Schwimmbad in Hildesheim zum Baden lockt, wirkt die bräunliche Suppe auf den überfluteten Feldern bedrohlich.
Auch bei Sottrum (Landkreis Hildesheim) stehen viele Landstriche unter Wasser.
Die Ruhme bei Rüdershausen (Landkreis Göttingen), sonst eher ein Bach, ist einer der vielen Flüsse in Niedersachsen, die über die Ufer getreten sind.
So hoch stand das Wasser seit Jahren nicht, sagt Rosemarie Opatecki aus Rüdershausen. Zum Glück sei das Wasser nicht ins Haus gelaufen.
Der hintere Teil von Rosemarie Opateckis Garten ist immer noch eine Seenlandschaft. Sie hofft, dass das Wasser in den nächsten Tagen noch weiter zurückgeht.
In Hann. Münden an der alten Werratalbrücke ist kein Durchkommen mehr.
So malerisch die Landschaft ist, genießen können die Anwohner die Flussnähe derzeit kaum.
Mit Sandsäcken wird versucht, die Gebäude vor dem Wasser zu schützen.
Der Parkplatz ist bereits völlig überflutet.
Das Wasser reißt zahlreiches Treibgut mit sich.
Ein reißender Strom fegt über alles hinweg, was zuvor nicht in Sicherheit gebracht worden ist.
In Braunschweig dauern die Vorkehrungen am Montag bis in die Nacht.
Neben Menschenkräften ...
... kommen große Maschinen zum Einsatz.
Selbst Militärfahrzeuge unterstützen unter anderem in Hildesheim den Katastophenschutz.
Was aussieht wie nächtliche Idylle ist pure Erschöpfung. Ein Feuerwehrmann macht eine Verschnaufspause - ein Wohngebiet in Braunschweig ist überschwemmt und nur mit dem Boot passierbar.
So mancher lässt sich von den Fluten selbst vom Radfahren nicht abhalten.
Stundenlang arbeiten die Einsatzkräfte. Hier bauen Mitarbeiter des Technischen Hilfdienstes Pumpen auf, um das Wasser von den Straßen in Braunschweig zu bekommen.
Nur noch über eine Leiter gelangen diese Braunschweiger aus ihrer Wohnung.
Das Wasser steigt und steigt. Für die Rettungskräfte ist es mancherorts ein Kampf gegen Windmühlen, wie hier in Bockenem (Landkreis Hildesheim).
Die einzigen Waffen gegen die Fluten sind Pumpen und Sandsäcke.
Die Wassermassen haben Straßen zu einer gefährlichen Piste gemacht. Die Polizei ermahnt Autofahrer, vorsichtig unterwegs zu sein.
Vielerorts geht es gar nicht weiter: Der andauernde Regen hat das Land im Griff. Diese Oker-Überquerung bei Braunschweig musste gesperrt werden.
Das Regenwasser will einfach nicht mehr abfließen. In Südniedersachsen sind manche Straßen längst unbefahrbar.
Der Grund: Naheliegende Grünflächen sind gesättigt. Sie können kein Wasser mehr aufnehmen.
In Hildesheim verwandelte das Regenwasser die Innerste in einen reißenden Strom ...
... und lässt sie über die Ufer treten.
Das bekommen besonders die Menschen vor Ort zu spüren.
Im Hildesheimer Stadtteil Itzum hat die Innerste Straßen und Freizeitanlagen überschwemmt.
Die Hildesheimer verbarrikadieren wie an vielen anderen Orten auch ihre Häuser, um sich vor den Wassermassen zu schützen.
An der Schunter bei Glentorf im Landkreis Helmstedt bietet sich ein ähnliches Bild. Höher könnte das Wasser kaum stehen.
Und so stehen auch hier zahlreiche Wiesen unter Wasser.
Tage voller Unwetterwarnungen und Dauerregen - das setzt auch der Kanalisation zu. Überlaufene Abwasserwege waren am Wochenende wie hier in Hannover noch die Ausnahme. Inzwischen stehen vielerorts die Straßen unter Wasser.
Wie hier in Braunschweig ist die Feuerwehr überall im Einsatz. Die Einsatzkräfte sorgen dafür, dass Wohngebiete von Überschwemmungen möglichst verschont bleiben.
Die Tangente am Autobahnkreuz Braunschweig-Süd muss gesperrt werden. Einsatzkräfte der Feuerwehr kämpfen gegen die Wassermassen an.
Mit Besen versuchen die Feuerwehrleute, die Überschwemmung einzudämmen.
Die Einsatzkräfte fahren schweres Geschütz auf.