Ins Wasser gefallen: Der Sommer 2011
Der Sommer ist in 2011 so wechselhaft wie noch nie.
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Viele Nordseeurlauber schätzen das wechselhafte Wetter.
Der Sommer geizt vielerorts mit Sonne, trotzdem zeigt sich der Verband TourismusMarketing Niedersachsen (TMN) weitgehend zufrieden. Denn nur die Tagesgäste bleiben aus. Die längerfristig planenden Touristen bleiben dem Norden hingegen treu:
Im Mai 2011 hatten bereits 2,57 Millionen Deutsche die Absicht im Sommer eine Urlaubsreise nach Niedersachsen zu unternehmen. Das sind 6,4 Prozent oder 154.000 Reisen mehr als im vergangenen Jahr. Damit geht fast jede sechste Sommerreise nach Niedersachsen. Mehr als 56% der Reisen, bzw. 1,4 Millionen Urlaubsreisen waren bereits im Vorfeld fest gebucht.
Vor allem Reisen an die Nordsee stehen demnach hoch im Kurs: Auf den sieben ostfriesischen Inseln und den 15 Küstenbadeorten von Emden bis Otterndorf fällt die Halbzeitbilanz positiv aus. "Unsere Urlauber kennen und schätzen sogar das wechselhafte Wetter", sagt Hans Ulrich Elter von der Nordsee GmbH in Wilhelmshaven. Einbrüche gebe es allerdings bei den Tagesgästen aus Niedersachsen und Bremen.
Bei Regen zieht es viele Familien in die niedersächsischen Spaßbäder.
Auch im Weserbergland gibt es weniger kurzentschlossene Gäste als erhofft. "Aber die, die sich vorher angemeldet haben, sind auch alle angereist", sagt Corinna Nolte vom Weserbergland Tourismus. Die Touristen setzten in der sonnenarmen Zeit verstärkt auf Kultur. Viele besuchten Schlösser oder historische Städte wie Einbeck oder Rinteln. Gut ausgelastet seien auch die Thermen in den Heil- und Kurorten wie Bad Pyrmont.
In der Lüneburger Heide ist die Auslastung nach Angaben der TMN höher als im letzten Jahr. "Die Heide blüht in diesem Jahr mehr als zwei Wochen früher und zieht so auch noch kurzfristige Urlauber an", so Carolin Ruh, Geschäftsführerin der TMN. Im Harz fänden die Besucher auch an Regentagen interessante Ziele wie Höhlen, Bergwerke, Schlösser, Burgen und besondere Museen. Gleichzeitig seien Wandern und Radfahren auch bei schlechtem Wetter möglich. "Die werden jedoch nicht so stark nachgefragt wie bei Sommerwetter", sagt Carolin Ruh.