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2012: Skurriler als die Polizei erlaubt

Ein bewegendes Jahr hat die Polizei in Niedersachsen hinter sich. Neben der gewöhnlichen Jagd auf Verbrecher, Raser und Radfahrer ohne Licht wurden die Polizisten auch zu Einsätzen gerufen, die sicherlich auch den mürrischsten Beamten zum Schmunzeln gebracht haben. Einer dieser Einsätze ereignete sich in Braunschweig. Völlig verängstigt rief eine Frau bei der Polizei an und erklärte, dass ihr auf einer Brücke im Norden der Stadt ein Tiger über den Weg gelaufen sei. Todesmutig machte sich eine Streife auf den Weg zum beschriebenen Ort. Dort stand die gestreifte Wildkatze auch noch auf der Brücke - regungslos. So sollte es auch bleiben, als sich die Beamten näherten: Bei der vermeintlichen Raubkatze handelte es sich um ein 80 Zentimeter großes Exemplar aus Plüsch.

Mann mit Revolver in der Hand

Die Braunschweiger scheinen entweder zu den besonders schreckhaften Menschen oder zu jenen mit besonders schlechten Augen zu zählen. Denn ebenfalls dort rückte die Polizei gleich mit vier Streifenwagen an, nachdem eine 48-Jährige einen bewaffneten Überfall gemeldet hatte. Die Frau war an einer Wohnung vorbeigekommen und hatte durch ein Fenster einen Mann mit einem Revolver in der Hand gesehen. Als die Polizisten die Wohnung stürmten, hatten sie allerdings keinen Mann aus Fleisch und Blut vor sich - sondern ein Poster.

Da steht ein Klavier im Wald

Dagegen war das Klavier, das eine Spaziergängerin im Wald in Barterode (Landkreis Göttingen) entdeckte, keine optische Täuschung. Die Tasten des historischen Instruments waren ordentlich mit einem grünen Filztuch abgedeckt. Das Instrument funktionstüchtig. Da sich bei der Polizei trotz öffentlicher Suche kein Eigentümer des Klaviers aus dem Hause Roloff (Neubrandenburg) meldete, durfte die Finderin das Instrument behalten.

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Ein Klavier im Wald bei Barterode © Polizei Niedersachsen
 

Ein Klavier steht im Wald - still und stumm

Mitten im Wald bei Barterode hat eine Spaziergängerin ein Klavier gefunden. Die Tasten sorgfältig abgedeckt, stand es zwischen den Bäumen, als warte es auf seinen Pianisten. (19.04.2012) mehr

Unbekannte klauen Satan aus der Kirche

Anstatt auf die Suche nach einem Besitzer musste sich die Polizei in Salzbergen (Landkreis Emsland) dagegen auf die Suche nach dem Dieb machen. Dort hatten Unbekannte den Teufel aus der katholischen Cyriakus Kirche gestohlen. Mit einem Messer hatten sie die Satan-Darstellung in Form einer gargoyleähnlichen Drachengestalt aus einem etwa drei Meter langen und 1,50 Meter breiten Ölgemälde aus den 1950er-Jahren geschnitten und mitgenommen. Bis zum Jahrsende konnte die Polizei den Diebstahl nicht aufdecken.

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Pfarrer Michael Langkamp zeigt auf ein Loch in einem Ölgemälde. © dpa Fotograf: Friso Gentsch
 

Salzbergener Kirche will den Teufel zurück

Eigentlich sollte sich ein Pfarrer freuen, wenn der Teufel aus der Kirche gejagt wird. Im Emsland aber soll er zurückkommen: Er war aus einem Gemälde herausgeschnitten worden. (16.10.2012) mehr

Dreijähriger allein auf Spritztour

Mit einer ganz anderen Form von Diebstahl hatte es die Polizei in Wunstorf (Region Hannover) zu tun. Dort stibitzte ein Dreijähriger seiner schlafenden Mutter den Autoschlüssel aus der Tasche, um sich auf eine kleine Spritztour zu begeben. Offenbar schloss er die Autotür selbstständig auf, steckte den Schlüssel ins Zündschloss und startete das Auto. Um das Gaspedal zu betätigen, setzte er sich dann vermutlich in den Fußraum. So schaffte er es, das Auto rückwärts in Bewegung zu setzen: zunächst über eine Verkehrsinsel hinweg, dann gegen zwei Warntafeln, weiter quer über die Straße und einen Gehweg, bis die Fahrt schließlich vor einem Gartenzaun endete. Der Crashkurs des Knirpses hatte die Aufmerksamkeit der Nachbarn erregt, die den Kleinen sofort zu seiner Mutter brachten.

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Ein Kind sitzt am Steuer eines Autos. © fotolia.com Fotograf: Naty Strawberry/fotolia.com
 

Dreijähriger Autofahrer verursacht Unfall

In Wunstorf hat ein dreijähriger Junge den Wagen seiner Eltern entwendet und einen Unfall gebaut. Das Kind hatte den Autoschlüssel aus der Tasche der schlafenden Mutter genommen. (05.07.2012) mehr

Showeinlage am Bahnsteig

Viel Aufmerksamkeit zog auch ein 46-Jähriger am Hauptbahnhof Braunschweig auf sich. Der Mann ließ am Bahnsteig bei einem kleinen Striptease alle Hüllen fallen. Während die anderen Reisenden empört die Polizei riefen, war seine Freundin offenbar so begeistert von der Showeinlage, dass sie sie gleich mit ihrem Handy filmte. Doch anstatt eines Andenkens für gemeinsame Videoabende, kam dem Mann die Aufnahme teuer zu stehen. Das Video diente als Beweis für seine exhibitionistischen Handlungen. Die Staatsanwaltschaft nahm die Ermittlungen auf.

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Polizeiwagen © dapd Fotograf: Clemens Bilan
 

Ein Striptease am Gleis mit Folgen

Am Braunschweiger Hauptbahnhof hat ein 46-jähriger Mann am Sonntagabend sämtliche Hüllen fallen lassen. Als die Polizei ihn mitnehmen wollte, biss er zu. (10.09.2012) mehr

Französin wähnt sich in Uelzen in Hamburg

Solche Eskapaden am Bahnsteig blieben einer Französin am Hundertwasserbahnhof in Uelzen erspart. Allerdings wäre sie bei solch nackten Tatsachen vielleicht wieder in den Zug gestiegen, um ihr eigentliches Ziel Hamburg zu erreichen. So blieb sie in Uelzen, dachte aber sie sei in Hamburg. Da niemand in der 34.000-Einwohner-Stadt so recht Französisch sprechen wollte, rief ein an der Fremdsprache verzweifelnder hilfsbereiter Uelzener die Polizei. Die Beamten halfen der Madame, besorgten ihr ein Hotelzimmer und überprüften sicherheitshalber auch ihre Papiere - alles in Ordnung. Am zweiten Tag landete die Dame wieder bei der Polizei, als ein Taxifahrer mit ihr einfach nicht weiter wusste. Auf dem Revier brachten die Beamten endlich Licht ins Dunkel, als die Frau ihre ganzen Papiere auf den Tisch legte - und sich darunter auch eine Fahrkarte von Hannover nach Hamburg befand.

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Außenansicht des Uelzener Bahnhofs. © NDR Fotograf: Manuela Rüther
 

Französin verwechselt Uelzen mit Hamburg

In einem Taxi zwar nicht nach Paris, dafür aber quer durch Uelzen: Eine Französin hat das halbe Wochenende in der Kreisstadt verbracht. Sie dachte nämlich, sie sei in Hamburg. (11.11.2012) mehr

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Weitere skurrile Einsätze
Ein entsorgter Weihnachtsbaum am Straßenrand © dpa Fotograf: Angelika Warmuth
 

Ziel verfehlt: Weihnachtsbaum verletzt Mann

17-Jähriger will eine Tanne per Fensterwurf entsorgen und trifft einen Passanten. (30.12.2012) mehr


Seniorinnen vertreiben Räuber mit Rollator

In Langen ist ein mutmaßlicher Räuber kläglich gescheitert. (13.12.2012) mehr


Die Polizei fragt: Wer kennt diese Tür?

Ein kurioser Fall beschäftigt derzeit die Polizei in Walsrode. (13.12.2012) mehr


Pfefferspray nach lautem Sex

Eine 63-jährige Braunschweigerin zeigte sich am Sonntag sehr aggressiv. (08.10.2012) mehr


Eichhörnchen stirbt nach dramatischer Rettung

Eichhörnchen "Erwin" starb nur wenige Stunden nach seiner Rettung. (06.08.2012) mehr


77-Jährige jagt Verbrecher mit dem Rollator

In Hannover hat eine betagte Dame einen verhinderten Räuber gestellt. (25.06.2012) mehr