Die Grünen im Landtag: Von Bajus bis Westphely
Die Grünen erzielten bei der Wahl zum 17. Niedersächsischen Landtag ein Rekordergebnis von 13,7 Prozent. Damit zogen 20 Abgeordnete über die Landesliste ins Parlament ein.
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Keul und Trittin bilden das Spitzenduo der Grünen für die Bundestagswahl.
Die niedersächsischen Grünen bringen sich für die Bundestagswahl in Stellung. Bei ihrem Landesparteitag in Oldenburg starteten die Grünen in den Wahlkampf. Nach dem guten Abschneiden bei der Landtagswahl und dem Regierungswechsel hofft die Partei auch im Bund auf einen Machtwechsel. Niedersachsens neuer Umweltminister Stefan Wenzel kritisierte in Oldenburg am Sonnabend die Energie-Politik der Regierung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Wenzel warnte vor einer "Vollbremsung bei der Energiewende".
"Wir halten es für notwendig, dass rückwirkende Kürzungen beim Erneuerbare-Energien-Gesetz unterbleiben", sagte Wenzel. Die betroffenen Unternehmen benötigten Verlässlichkeit und Planungssicherheit. Den Strompreis wollen die Grünen nach eigenen Angaben mit anderen Maßnahmen regulieren, als Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) vorgeschlagen hat. "Wir wollen unter anderem unberechtigte Ausnahmen für Unternehmen abbauen", sagte Wenzel.
Die Delegierten wählten ihre Kandidaten für die Bundestagswahl.
Spitzenkandidatin der Grünen ist Parlamentarische Geschäftsführerin der grünen Bundestagsfraktion Katja Keul. Die 43-jährige Anwältin und Bundestagsabgeordnete aus Nienburg setzte sich am Freitagabend gegen die Hildesheimerin Brigitte Pothmer durch. Keul erhielt 113 der 169 Stimmen. Auf Listenplatz zwei wurde Jürgen Trittin, Fraktionsvorsitzender im Bundestag, mit 157 von 169 Stimmen gewählt. Auf den Plätzen drei bis sechs folgen Julia Verlinden, Sven-Christian Kindler, Birgit Pothmer sowie Peter Maiwald.
"Ein Wechsel in diesem Jahr reicht uns nicht", hatte der Landesvorsitzende Jan Haude im Vorfeld des Parteitages gesagt. In den kommenden Monaten möchten die Grünen Haude zufolge ihre gesamte Energie in den Bundestagswahlkampf stecken. "Um auch in Niedersachsen andere Gestaltungsmöglichkeiten zu haben, wollen wir eine andere Steuerpolitik auf Bundesebene, Rückenwind für eine echte Energiewende und wir wollen, dass die Frage der Gerechtigkeit auf Bundesebene anders angepackt wird", sagte Haude.
Das gleiche in grün!
Das Windrädchen auf dem Bild muß man nur spiegeln und schon ist alles wie in der guten alten Zeit. Ein Schuft, der Böses dabei denkt! [mehr]