Millionen-Betrug: Verdächtiger weiter in U-Haft
Der Angeklagte bleibt weiter in Untersuchungshaft. (29.04.2011) mehr
Eine Rechnung über 375 Euro verschickte der Sex-Verlag an einen Toten in Nordenham.
Mit einer besonders pietätlosen Masche hat ein Sex-Verlag versucht, trauernde Angehörige in Nordenham (Landkreis Wesermarsch) zu betrügen. Der Verlag schickte eine Rechnung für Erotikprodukte an einen Toten in Nordenham. Die Adresse war die Traueranschrift, die in einer Todesanzeige in der Tageszeitung veröffentlicht wurde. "Das ist eine fiese Masche, mit der die Angehörigen verunsichert werden sollen - in der Hoffnung, dass sie aus Scham zahlen", sagte Polizeisprecherin Anke Rieken am Montag.
Angehörige könnten in ihrer Trauer zutiefst erschüttert und das Ansehen des Toten durch diesen Betrug geschädigt werden, so Rieken weiter. Die Methode sei bundesweit bekannt. Im konkreten Fall in Nordenham zahlte die Angehörige die Rechnung über 375 Euro nicht. An dem Tag der angeblichen Bestellung beim Sex-Verlag lag der Mann schon längere Zeit auf der Intensivstation und war nachweislich nicht dafür verantwortlich.