Stand: 29.01.2013 21:52 Uhr
Schwertransport erreicht Wilhelmshaven
Ein außergewöhnlicher Schwertransport hat am Dienstagmorgen Wilhelmshaven erreicht. Die beiden Lkw mit knapp neun Meter breiter Ladung hatten sich am späten Abend von Dinklage aus auf den Weg gemacht. An Bord hatten sie jeweils einen Großbehälter für ein Chemiewerk an der Küste. Autofahrer, die in der Nacht auf der A 1 und der A 29 in Richtung Norden wollten, mussten zwangsläufig Geduld beweisen.
Nadelöhr an Nadelöhr: Zwei Kolosse auf Reisen
Stand: 29.01.2013 08:36 Uhr
1 von 13
Am späten Montagabend haben sich zwei Schwertransporter auf den Weg von Dinklage nach Wilhelmshaven gemacht.
Ein 18 und ein 4 Tonnen schwerer Chemie-Behälter, in denen später Kunstoff angemischt werden soll, werden am Werk in Dinklage auf die Transporter gehievt und festgekettet.
Letzte Absprache mit der Polizei. Die Beamten müssen die Strecken zur Autobahn absperren und bei der Auffahrt auf die Autobahn helfen.
Insgesamt begleiten drei Sicherheitsfahrzeuge den Transport. Um 22 Uhr setzen sich die Kolosse in Bewegung.
Bereits auf dem ersten Streckenabschnitt zur Autobahn droht die genau 8,87 Meter breite Ladung immer wieder anzuecken. Die Rundung der Fracht macht es für die Fahrer schwer zu erkennen, ob die Straßenbreite ausreicht.
Die Fahrer der Begleitfahrzeuge müssen nachhelfen und wenn nötig Verkehrsschilder kurzerhand abbauen.
Um kurz vor der Autobahnauffahrt den Hindernissen aus dem Weg zu gehen, nimmt der Transport eine Abkürzung über das Gelände einer anderen Firma.
Die Polizei fährt zuerst auf die Autobahn 1, um den Verkehr ein wenig zu stauen. So haben die die beiden Lkw mehr Platz und Zeit aufzufahren. Durch die Breite der Ladung wird dann kein Pkw mehr die Möglichkeit haben zu überholen.
Am Dreieck Ahlhorner Heide wechselt der Konvoi auf die A 29. Eine Unterführung wird dabei zum Nadelöhr. Die Fahrbahn ist hier nur 9,01 Meter breit und durch Mauern begrenzt.
Auch die Leitplanken machen den Beteiligten zu schaffen. Die Ladung ist nur knapp höher aufgesetzt und droht immer wieder auf den Planken zu schleifen. Für Schäden an den Behältern müsste die Spedition zahlen.
Endlich ist die Abfahrt nach Wilhelmshaven erreicht. Doch bis zur Chemie-Fabrik sind noch einige Hürden zu meistern.
Auch das Schleusentor zur Einfahrt auf die Zulieferstraße zur Fabrik ist nur kaum breiter als die Fracht.
Doch am Ende wird alles gut. Gegen 4 Uhr in der Nacht erreicht der Schwertransport die Chemie-Firma am JadeWeserPort in Wilhelmshaven.
Doch am Ende wird alles gut. Gegen 4 Uhr in der Nacht erreicht der Schwertransport die Chemie-Firma am JadeWeserPort in Wilhelmshaven.
Straßensperrungen in Dinklage und Wilhelmshaven
Eine Spedition und die Autobahnmeisterei bauten zudem Straßenschilder ab, die sonst im Weg gewesen wären. Die Streckenabschnitte vom Hersteller in Dinklage bis zur Autobahn und in Wilhelmshaven von der Autobahn bis zum Chemiewerk wurden von der Polizei gesperrt.
Strecke des Schwertransporters