Oldenburgs Pekol-Busse ziehen nach Hannover
Die Zeiten, als Pekol-Busse das Oldenburger Stadtbild prägten, sind längst vorbei. Aber das Interesse an den zwischen 1938 und 1984 gebauten Fahrzeugen ist immens. Hunderte Besucher kamen in den vergangenen Jahren in die Halle des Vereins für Verkehrsgeschichte, um die historische Sammlung zu bestaunen. Doch jetzt verliert Oldenburg die Fahrzeuge, die nach Einschätzung des Landesamtes für Denkmalpflege als bewegliche Denkmäler zu werten sind. Die Pekol-Busse stehen künftig im Industriemuseum "Mobile Welten" in Hannover.
Oldenburger Bus-Museum vor dem Aus
Stand: 05.06.2013 12:40 Uhr
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Pekol prägte über Jahrzehnte hinweg das Oldenburger Stadtbild. Mit eigenen Modellen betrieb das Unternehmen den Busverkehr in der Stadt.
Die seltenen Pekol-Busse hatten auch nach der Firmenschließung ihr Zuhause nicht verlassen. Auf dem ehemaligen Werksgelände wurde ein Oldtimer Museum eingerichtet.
Doch 2010 wurde das Gelände verkauft, der neue Eigentümer plant hier ein Einkaufszentrum.
Eigentlich war dem Verein für Verkehrsgeschichte, der das Museum betreibt, die weiterführende Unterbringung der Busse auf dem Gelände zugesichert worden.
Doch ein Streit über die Sanierung der Hallen führte zum Zerwürfnis. Das Oberlandesgericht Oldenburg gab der Räumungsklage des Neu-Eigentümers statt.
Der Vorsitzende des Betreiber-Vereins, Hans-Joachim Luckau, ist überzeugt davon, dass sich der Verlust noch schmerzlich in der Stadt bemerkbar machen werde.
Künftig stehen die historischen Busse im Indutriemuseum "Mobile Welten" in Hannover.
Künftig stehen die historischen Busse im Indutriemuseum "Mobile Welten" in Hannover.
"Der Verlust wird sich schmerzlich bemerkbar machen"
Der Verlust werde sich noch schmerzlich in der Stadt bemerkbar machen, sagt Hans-Joachim Luckau vom Verein für Verkehrsgeschichte. Das Industriemuseum in Hannover habe den Wert der Sammlung sofort erkannt. Ein Bus sei bereits dort. In der Oldenburger Halle stünden jetzt nur noch die alten Pekol-Fahrzeuge. Alle anderen Autos und Feuerwehrwagen hat Luckau verkauft oder verschenkt. Der Verein löste die Sammlung auf, weil der Supermarktbetreiber, der das Gelände 2010 gekauft hatte, die Halle für andere Zwecke nutzen will. Nach langem Rechtsstreit drohte dem Verein die Zwangsräumung.