Vom Emder Hafen aus ist die Konkurrenz gut zu sehen: das niederländische Eemshaven. Dort ist in knapp zwei Jahren ein 22 Hektar großer Offshore-Terminal entstanden.
Von hier werden Rotorblätter, Fundamente und Säulen verladen und verschifft - Bauteile, die für die Errichtung von Windparks auf hoher See nötig sind.
Am Donnerstag wurden die letzten Arbeiten beendet ...
... am Freitag konnte dann der Hafen feierlich eröffnet werden.
Zu diesem Anlass gab es auch besondere Klänge: Auf Röhren machten "Bauarbeiter" "Musik" ...
... auf Fässern und Kisten wurde getrommelt.
Ebenso "musikalisch" wurde auch das Außengelände eingeweiht.
Derzeit werden auf dem Hafen 40 Windenergieanlagen für einen Windpark vor Borkum umgeschlagen.
Emden plant einen ähnlich großen Offshore-Hafen am Rysumer Nacken.
Den neuen Hafen an der Emsmündung sehen die Emder gelassen: Wenn die Offshore-Branche wieder Aufwind bekomme, sei der Kuchen groß genug, so Emdens Stadtsprecher Dinkela.
Dass es auf dem Offshore-Markt vorangeht, darauf vertraut auch der Hafendienstleister Buss. Das Hamburger Unternehmen ließ den neuen Terminal in Eemshaven bauen.
Der Vorteil von Eemshaven: Die Wege zu den Windparks auf See seien sehr kurz und keine Schleußen behinderten die großen Transportschiffe, so das Unternehmen.
Zudem sei die Zusammenarbeit mit den niederländischen Behörden wesentlich einfacher als in Deutschland. Dadurch habe der Hafen in weniger als zwei Jahren fertiggestellt werden können, heißt es bei Buss.