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Schwerer Schlag für Cuxhavens Offshore-Basis

Der Liegeplatz einer Offshore-Anlage. © W.Scheer Fotograf: W.Scheer Detailansicht des Bildes Die Offshore-Basis in Cuxhaven wurde 2009 in Betrieb genommen - nach einer 48-Millionen-Euro-Investition. (Archiv) Erst diese Woche meldete das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), dass zurzeit noch 126 Genehmigungsverfahren für Offshore-Windparks laufen. Das klingt erst mal nicht schlecht. Doch der Bau solcher Parks kommt dagegen nur schleppend voran. Das liegt laut BSH nicht an langwierigen Genehmigungsverfahren, sondern vielmehr am Investitionsstau. Immer öfter legen in letzter Zeit große Konzerne ihre Millionen-Investitionen im Bereich Offshore auf Eis. EnBW und der Windpark "Hohe See" sowie der Stadtwerkeverbund Südweststrom und "Bard Offshore 1" sind nur zwei Beispiele. Die Folgen zeichnen sich nicht nur in der Krise der SIAG Nordseewerke ab. Als Grund für die Investitionszurückhaltung wird die zu große Unsicherheit wegen fehlender Netzanschlüsse genannt. So formuliert es auch aktuell der österreichische Baukonzern Strabag, der nun seine Offshore-Pläne in Cuxhaven vorerst gestoppt hat.

Gute Nachrichten aus Japan

Ein Transporter mit Mono Piles steht am Liegeplatz 9 der Offshore-Anlage in Cuxhaven. © dapd Fotograf: Joerg Sarbach Detailansicht des Bildes Die tonnenschweren Bauteile für die Windparks auf See werden hier verladen. (Archiv) Hunderte Millionen wollte Strabag in eine Fabrik für Schwerkraftfundamente von Offshore-Windrädern und den Bau von Spezialschiffen für deren Transport stecken. Die Pläne liegen jetzt auf Eis. Gleichzeitig gibt es aber auch eine gute Nachricht zu vermelden: Der japanische Finanzinvestor Mitsubishi will sich mit mehr als einer halben Milliarde Euro am Ausbau des Stromnetzes in der Deutschen Bucht beteiligen. Der entsprechende Vertrag mit dem niederländisch-deutschen Netzbetreiber Tennet ist laut Medienberichten am Dienstag in Japan unterzeichnet worden. Das könnte ein wichtiges Signal für die Windkraftindustrie bedeuten.

Cuxhavens OB bleibt zuversichtlich

Die Entscheidung des Strabag-Vorstandes, vorläufig nicht weiter in den Bau von Fabriken und Spezialschiffen für die Offshore-Windkraft zu investieren, wird in Cuxhaven offiziell bedauert. Oberbürgermeister Ulrich Getsch (parteilos) zeigte sich nach der schlechten Nachricht aber optimistisch: Er glaubt nach wie vor, die Industrieflächen hinter der fertiggestellten Schwerlastkaje der Offshore-Basis Cuxhaven an ansiedlungswillige Bewerber zu bringen. Aktuell laufen Verhandlungen mit der Siemens AG.

Cuxhaven müsse die begehrten Flächen, auf denen komplett montierte Rotorsterne zum Transport in die Nordsee-Windparks verladen werden können, an Firmen mit einem entsprechenden Auftragsvolumen vergeben, so Getsch. Nur das garantiere Arbeitsplätze, Steuereinnahmen und Hafengebühren für die landeseigene Hafengesellschaft N-Ports. N-Ports hatte erst im Oktober mit Landeshilfe 65 Millionen Euro in die Erweiterung der Offshore-Basis investiert.

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Windkrafträder © dpa
 

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So genannte Tripods und zwei Schiffe stehen auf dem Gelände der Siag Nordseewerke in Emden. © dpa - Bildfunk Fotograf: Carmen Jaspersen
 

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