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Nachts ausschalten oder in energiesparende Leuchten investiere? Die Kommunen in Niedersachsen gehen unterschiedliche Wege.
In Frankreichs Städten wird es schon bald zappenduster. Mit einer neuen Verordnung will die Regierung Geschäfte zum Energiesparen zwingen. Ab Juli müssen sie demnach ihre Innen- und Außenbeleuchtung nachts komplett ausschalten. Ähnliche Stromsparmaßnahmen gibt es auch bei uns in Niedersachsen. Besonders im Blick haben die Sparfüchse in vielen klammen Kommunen die Straßenbeleuchtung. Während einige die Laternen nachts komplett ausschalten, setzen andere auf stromsparende LED-Beleuchtung.
Vorreiter ist die Stadt Langen im Landkreis Cuxhaven. Sie ist die erste deutsche Kommune, die alle Straßenlaternen auf LED-Leuchten umgerüstet hat. Dafür hat die Stadt 1,7 Millionen Euro investiert - ab dem sechsten Jahr will sie so mehr als 60.000 Euro einsparen. Langenhagen bei Hannover setzt hingegen auf eine Straßenbeleuchtung mit Schlummermodus - mit 70 Prozent Energieeinsparung. Auch die Stadt Göttingen hat in einem Pilotprojekt in einem Straßenzug in der Innenstadt LED-Leuchten mit Bewegungsmelder getestet.
In den Ortsteilen am Göttinger Stadtrand hingegen werden die Laternen nachts komplett ausgeschaltet. Damit spart die Stadt nach eigenen Angaben jährlich 70.000 Euro. Ähnliche Pläne gibt es auch für das gesamte Stadtgebiet in Goslar. In einigen Straßenzügen soll das Licht aber auch weiterhin brennen, teilte ein Stadtsprecher mit. Auch in der Gemeinde Hinte im Kreis Aurich gehen nachts die Lichter aus, die Bürger können sie bei Bedarf wieder einschalten. Sie müssen einfach eine zentrale Nummer anrufen. Eine spezielle Software sorgt dann dafür, dass in dem gewünschten Bereich das Licht für 15 Minuten angeht.