Hohe Erwartungen an JadeWeserPort
Niedersachsens Seehäfen verzeichnen 2011 einen Umschlagsrückgang. Wirtschaftsminister Bode rechnet aber für 2012 mit Zuwächsen, unter anderem durch den JadeWeserPort. mehr
Noch ist am JadeWeserPort in Wilhelmshaven viel zu tun. (Archivbild)
Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) erwartet, dass der JadeWeserPort in Wilhemshaven trotz umfangreicher Reparaturarbeiten wie geplant im August eröffnet wird. "Ich kann nur allen Anwesenden empfehlen, nicht in Panik zu geraten", sagte er am Donnerstag den Abgeordneten im Niedersächsichen Landtag. "Wir gehen davon aus, dass der 5. August weiter im Kalender stehen kann und wir dort eine große Eröffnungsfeier haben werden", hatte Bode bereits am Mittwoch erklärt. Auch der Geschäftsführer der Realisierungsgesellschaft, Axel Kluth, geht davon, dass die Schäden an der Kaje den Betriebsbeginn nicht verzögern.
Hafen-Chef Kluth hatte die Baufirmen in einem Brief, der NDR 1 Niedersachsen und Radio Bremen vorliegt, zur zügigen Beseitigung der Schäden an den Spundwänden aufgefordert und mit Schadensersatzforderungen gedroht. Das Schreiben habe gewirkt, sagte Kluth. So gebe es mittlerweise ein verbessertes Projektmanagement sowie zusätzliches Personal.
Im August soll der Tiefwasserhafen feierlich eröffnet werden. (Archivbild)
Für das Land entstünden keine weiteren Kosten, sagt Bode: "Das Land hat eine komplette Kaje bestellt und wir nehmen nur eine komplette Kaje ab." Baufirmen, Materiallieferanten und Versicherungen müssten das untereinander ausmachen. Von den rund 4.000 Verbindungsstellen der Spundwandbohlen sind 55 löchrig. Die Reparatur dieser 55 sogenannten Schlosssprengungen kostet laut Kluth 15 Millionen Euro. Die Spundwand bleibe trotzdem standhaft, sie sei 20 Meter tief in den Meerboden eingerammt.