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Versicherung gegen trüben Sommer

von Mareike Lange, NDR 1 Niedersachsen

Ein Freibad ist aufgrund von schlechtem Wetter geschlossen. Im Kinderbecken legt Laub und eine grüne Plane. © NDR.de Fotograf: Joachim Reinshagen Detailansicht des Bildes Wird es im Sommer nicht richtig heiß, bleiben die Freibäder leer. Wann wird's mal wieder richtig Sommer - die Frage haben sich im vergangenen Jahr viele gestellt. Viel Regen gab es und nur wenige Tage am Stück gutes Wetter. Den Schülern hat das die Sommerferien verregnet und den Freibädern die ganze Badesaison. Ob Stadt oder Land, die Freibäder hatten im vergangenen Sommer nur wenige Besucher und herbe Verluste bei den Einnahmen. Deswegen haben die Freien Wähler in Ganderkesee jetzt einen ungewöhnlichen Antrag bei der Gemeinde gestellt: Sie wollen eine Schlechtwetter-Versicherung für Freibäder.

"Es geht ja nicht darum, Geld zu verdienen"

Eine Schlechtwetter-Versicherung für Freibäder? Warum das Sinn machen soll, erklärt Christian Marbach von den Freien Wählern Ganderkesee in einem Interview.

Jeder versichert sich - warum nicht Freibäder?

Für die enormen Einbußen der Freibad-Betreiber müsse eine Versicherung her, sagt der erste Vorsitzende der Freien Wähler in Ganderkesee, Arnold Hansen. Schließlich sicherten sich inzwischen auch viele große Unternehmen der Agrarindustrie, aber auch Tourismusunternehmen und Eventveranstalter gegen schlechtes Wetter ab. Warum dann nicht auch Kommunen, die Freibäder betreiben?

Planungssicherheit durch Wetterderivate

In einem Freibad ist die Wiese durch Regen komplett aufgeweicht worden. Vor dem Schwimmbecken hat sich eine braune Schlamm-Fläche gebildet. © NDR.de Fotograf: Joachim Reinshagen Detailansicht des Bildes Bei Regenwetter sind die Wiesen im Freibad eine einzige rutschige Schlammfläche. Durch sogenannte Wetterderivate wollen die Freien Wähler eine langfristige Planungssicherheit bezüglich der Einnahmen und Ausgaben von Freibädern erreichen - unabhängig vom Wetter. Wer dieses Produkt nicht nutze, spekuliere jeden Tag auf gutes Wetter, so Hansen.

Freie Wähler wollen Kooperation mit anderen Kommunen

Die Gemeindeverwaltung Ganderkesee will nun erst einmal prüfen, ob die Gemeinde so ein Wetterderivat überhaupt abschließen darf. Natürlich koste eine Versicherung auch Geld, sagt Hansen, deswegen regen die Freien Wähler eine Kooperation mit anderen Kommunen und Gemeinden an, die sich einer Schlechtwetter-Versicherung anschließen könnten.

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