Urlauber brauchen Badehose und Regenjacke
Tourismusverband zieht Zwischenbilanz. (27.07.2011) mehr
Wird es im Sommer nicht richtig heiß, bleiben die Freibäder leer.
Wann wird's mal wieder richtig Sommer - die Frage haben sich im vergangenen Jahr viele gestellt. Viel Regen gab es und nur wenige Tage am Stück gutes Wetter. Den Schülern hat das die Sommerferien verregnet und den Freibädern die ganze Badesaison. Ob Stadt oder Land, die Freibäder hatten im vergangenen Sommer nur wenige Besucher und herbe Verluste bei den Einnahmen. Deswegen haben die Freien Wähler in Ganderkesee jetzt einen ungewöhnlichen Antrag bei der Gemeinde gestellt: Sie wollen eine Schlechtwetter-Versicherung für Freibäder.
Eine Schlechtwetter-Versicherung für Freibäder? Warum das Sinn machen soll, erklärt Christian Marbach von den Freien Wählern Ganderkesee in einem Interview.
Für die enormen Einbußen der Freibad-Betreiber müsse eine Versicherung her, sagt der erste Vorsitzende der Freien Wähler in Ganderkesee, Arnold Hansen. Schließlich sicherten sich inzwischen auch viele große Unternehmen der Agrarindustrie, aber auch Tourismusunternehmen und Eventveranstalter gegen schlechtes Wetter ab. Warum dann nicht auch Kommunen, die Freibäder betreiben?
Bei Regenwetter sind die Wiesen im Freibad eine einzige rutschige Schlammfläche.
Durch sogenannte Wetterderivate wollen die Freien Wähler eine langfristige Planungssicherheit bezüglich der Einnahmen und Ausgaben von Freibädern erreichen - unabhängig vom Wetter. Wer dieses Produkt nicht nutze, spekuliere jeden Tag auf gutes Wetter, so Hansen.
Die Gemeindeverwaltung Ganderkesee will nun erst einmal prüfen, ob die Gemeinde so ein Wetterderivat überhaupt abschließen darf. Natürlich koste eine Versicherung auch Geld, sagt Hansen, deswegen regen die Freien Wähler eine Kooperation mit anderen Kommunen und Gemeinden an, die sich einer Schlechtwetter-Versicherung anschließen könnten.