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Gericht verbietet Vertiefung der Außenems

Ein Angler an der Außenems im Gegenlicht. © NDR Fotograf: Wilfried Brinkel, Emden Detailansicht des Bildes Die Vertiefung der Außenems zwischen Borkum und Eemshaven wird es nun nicht geben. Das höchste Gericht in den Niederlanden, der Staatsrat, hat am Montag die Pläne zur Vertiefung der Außenems gekippt. Zudem entschied das Gericht, dass in der niederländischen Stadt Eemshaven an der Außenems kein Kohlekraftwerk gebaut werden darf. Begründung: Die Auswirkung auf die Natur im Wattenmeer sei nicht ausreichend untersucht. Die Entscheidung sorgte auch für Jubel auf der deutschen Seite.

Eine gute Nachricht für Borkum

Seit zwei Jahren befindet sich das Kohlekraftwerk in Eemshaven in Bau. Nun müssen die Arbeiten ruhen. Auch eine Vertiefung der Außenems zwischen Borkum und Eemshaven wird es nicht geben. Gegen die Entscheidung des Staatsrates in Den Haag ist keine Revision zugelassen. "Das ist eine großartige Nachricht. Ein Erfolg für die Umwelt", sagte Borkums Bürgermeisterin Kristin Mahlitz gegenüber NDR 1 Niedersachsen. Die Borkumer hatten nicht nur eine Beeinträchtigung des Tourismus durch das Kohlekraftwerk befürchtet, sondern durch die Emsvertiefung auch um ihre Insel gebangt. "Wir hatten Angst durch die dann geänderten Strömungsverhältnisse, dass die Vertiefung am Inselsockel nagt", so Mahlitz.

Gemischte Gefühle in Emden

Aktivisten besetzen die Baustelle des RWE-Kraftwerks in Eemshaven.  Fotograf: Dennis Beek Detailansicht des Bildes Gegen das geplante Kohlekraftwerk in Eemshaven liegen mehrere Umweltklagen vor. Auch auf der anderen Seite der Ems herrscht Freude. "Eine gute Entscheidung, dass das Kohlekraftwerk nicht kommt", sagte Emdens Stadtsprecher Eduard Dinkela. Ein bisschen bedauern die Emder, dass die Außenems nicht vertieft wird. "Bei einem entsprechenden Verkehrsmanagement auf dem Wasser hätte es das Hafengeschäft belebt", so Dinkela. Die Greetsieler Krabbenfischer erfuhren von NDR 1 Niedersachsen über die Entscheidung gegen eine Emsvertiefung. "Grandios, ein Lichtblick am Horizont", sagt ihr Sprecher Gerold Conradi. Die Fischer hatten eine Halbierung ihrer Fanggebiete durch Ausbaggerung und Schlickverklappung befürchtet. Zumindest eine Hintertür für das Kohlekraftwerk der RWE-Tochter Essent bleibt noch: Sie kann neue Genehmigungen für den Bau beantragen.

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Wasserturm auf der Insel Langeoog © picture-alliance/Bildagentur Huber/Lubenow
 

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Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse: http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/oldenburg/ems147.html
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