Offshore-Windpark: Milliarden-Auftrag für REpower
Im kommenden Jahr soll der Bau eines großen Windparks 35 Kilometer nördlich von Helgoland beginnen. (Bericht vom 01.02.2010) mehr
Der "alte" Hafen in Emden. Zu schmal für Offshore-Schiffe.
Im lukrativen Geschäft mit der Offshore-Windkraft würde Emden gern eine größere Rolle spielen. Das Problem ist allerdings: Bisher fehlt der Stadt ein Hafen mit ausreichender Tiefe und Breite. Offshore-Schiffe sind bis zu 55 Meter breit. Damit ist der alte Hafen mit nur 35 Metern Breite für die ganz dicken Pötte viel zu schmal, zumal er auch nur über eine Schleuse zu erreichen ist. Am Donnerstag hat Emden nun Fakten geschaffen. Nach langen Verhandlungen hat der Stadtrat ein neues Baurecht verabschiedet. Mit großer Mehrheit stimmte er für die Änderung des Flächennutzungsplans am Rysumer Nacken. Auf einer Fläche von 134 Hektar soll nun ein neuer Hafen entstehen. Das entspricht der Größe von 180 Fußballfeldern. Oberbürgermeister Alwin Brinkmann (SPD) ist sich sicher, dass der Beschluss eine richtungsweisende Entscheidung ist: "Damit sind wir in Emden für die Zukunft gut gerüstet. Arbeitsplätze und Wohlstand werden dadurch gesichert", sagte Brinkmann.
Die Offshore-Windkraft ist längst zu einem Milliardengeschäft geworden.
Die Stadt kann nun Verhandlungen mit den Firmen aufnehmen, die sich am Rysumer Nacken ansiedeln wollen. Bevor mit den Millioneninvestitionen begonnen werden kann, müssen aber zunächst Land und Bund noch Flächen tauschen. Denn bisher befindet sich der Grund und Boden, auf dem der neue Hafen betrieben werden soll, im Besitz des Bundes. Der Tausch soll am 1. Oktober vollzogen werden. Wenn Emden im Offshoregeschäft noch punkten möchte, muss sich die Stadt allerdings beeilen: Unlängst hatte der Hamburger Terminalbetreiber Buss Ports dem Konkurrenten Eemshaven den Vorzug gegeben. Um die geplanten Windparks beliefern zu können, baut er einen millionenschweren Stützpunkt in Eemshaven.