Nach der Emspassage hat die "AIDAstella" ihr vorläufiges Ziel erreicht. Gegen 13.30 Uhr machte das Schiff am Emskai in Emden fest.
Zuvor passierte der Kreuzfahrtriese noch das Emssperrwerk in Gandersum.
Knapp drei Stunden musste das Schiff vor dem Sperrwerk warten, bis das Wasser ausreichend aufgestaut war.
Diese Zeit nutzte auch NDR.de User Rudolf Redenius aus Aurich, um sich das Schiff einmal aus der Nähe anzuschauen. Mit dabei hatte er natürlich auch seine Kamera.
Schiffsüberführungen auf der Ems haben immer zwei Seiten: Zum Respekt für die technischen Leistungen der Menschen, die das Schiff gebaut haben, kommt die Sorge um den Zustand der Natur am Fluss. Jedes Aufstauen der Ems ist eine große Belastung für Fauna und Flora.
"Anlieger frei" - das gilt natürlich auch am Emsdeich. Aber haben hier auch alle Anliegen um jeden Preis "freie Durchfahrt"? Natur und Technik kämpfen um denselben Lebensraum.
Und immer wieder ergeben sich schöne Motive aus dem hochmodernen, aber sterilen Technik-Koloss und der im Gegensatz umso lebendiger wirkenden Natur. So schnell wie der Vogelschwarm kam die "AIDAstella" am Sonnabend nicht voran.
Die "AIDAstella" fuhr auf ihrer großen Reise immer mit dem Heck voraus - so konnte das Schiff leichter manövriert werden. Diese Aufgabe übernahmen zwei Schlepper.
Am Ufer beobachteten Schiffsfans, wie die "AIDAstella" Kurs auf das letzte Nadelöhr nahm.
Das Emssperrwerk bei Gandersum wurde ebenfalls mit dem Heck voraus durchfahren, wie dieses Foto von NDR.de Nutzerin Sabine Kasperczyk aus Glinde in Schleswig-Holstein zeigt.
Die "AIDAstella" steuerte ganz langsam auf das Emssperrwerk zu, ...
... perfekt! Es ging um Zentimeter, aber die Besatzung ist erfahren und orientierte sich mithilfe modernster Technik. So gab es keine Kratzer im Lack und das Sperrwerk nahm auch keinen Schaden.
Dicht am Emssperrwerk stehend sah man nicht viel - außer, dass es sehr eng ist.
Eine Stunde früher als geplant - gegen 10.15 Uhr - war die "AIDAstella" durch.
Hell erleuchtet hatte sich die "AIDAstella" in der Nacht auf Sonnabend auf die Emsüberführung vorbereitet.
Um 0.30 Uhr hieß es "Leinen los" in Papenburg. Die "AIDAstella" konnte die Werft verlassen. Eine letzter Halt im Hafenbecken - dann erstrahlte der Nachthimmel taghell.
Ausparken für Fortgeschrittene: Rückwärts verließ der Kreuzfahrer den Werfthafen in Papenburg. Ein Foto von NDR.de User Andreas Depping aus Surwold.
Ganz gemächlich zog die "AIDAstella" ihrem vorläufigen Ziel, dem Emskai in Emden, entgegen.
Mit einem Feuerwerk wurde die "AIDAstella" verabschiedet.
Ein tolles Spektakel auch für die angereisten Schiffsliebhaber.
Zahlreiche Zuschauer waren aus dem ganzen Bundesgebiet nach Papenburg gekommen. Etwa 100 Wohnmobile säumten die Kaimauer.
Aus allen Blickwinkeln wollten die Besucher den Luxusliner betrachten. Der Kussmund ist ein Markenzeichen aller Schiffe der AIDA-Flotte.
Bestens ausgerüstet für eine lange, kalte Nacht ließen sich die Schaulustigen die vorerst letzte Verabschiedung eines AIDA-Schiffes nicht entgehen.
Die "AIDAstella" ist das siebte Kreuzfahrtschiff, das die Papenburger Werft für AIDA Cruises gebaut hat - die kommenden Aufträge hat die Rostocker Reederei an eine japanische Werft vergeben.
Schon in der Nacht hatte das Schiff die schwierigste Stelle durchfahren: die Friesenbrücke bei Weener. Links und rechts hatte das Schiff hier nur wenig Platz. Das Foto von NDR.de Nutzer Heiner Lohmann aus Papenburg lässt das erahnen.
Schlepper geleiteten das Riesen-Schiff auf dem Weg nach Emden durch die schwierigen Passagen.
Das riesige Schiff passierte das Nadelöhr ohne Komplikationen. NDR.de User Jens Scheffer aus Weener hat das nächtliche Spektakel fotografiert.
Eindrucksvolle Bilder, festgehalten, um sich auch zu Hause noch einmal daran zu erfreuen.
Die Beleuchtung des Kreuzfahrtriesen sorgte für großes Aufsehen. Für diesen Anblick hat sich NDR.de User Ralph van der Ploeg sogar aus den Niederlanden nach Papenburg locken lassen.
Industrieromantik? Sicher auch das. Vor allem aber Spitzentechnologie aus dem Emsland. Die andere Seite der Medaille: Die Sorgen der Umweltschützer um den Zustand der Ems.
Anfang März soll das Kreuzfahrtschiff in Emden an die Reederei AIDA Cruises übergeben werden. Taufe ist am 16. März in Warnemünde. Ein Foto von NDR.de User Frank Muhmann aus Greven.
"Auf Wiedersehen." Eine gute Reise wünschen die Fans der "AIDAstella".