Norovirus: Die unschöne Seite des Winters
Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts grassiert das Norovirus vor allem im Spätherbst und in den Wintermonaten. Die Erkrankung geht mit heftigem Erbrechen und Durchfall einher. mehr
Gegen das Virus schützt man sich am besten mit sorgfältiger Hygiene.
In den vergangenen fünf Jahren hat sich die Zahl der Norovirus-Fälle in Niedersachsen vervierfacht. Das berichtete am Dienstag die Techniker Krankenkasse. Die Kasse beruft sich auf Zahlen des Robert-Koch-Instituts für meldepflichtige Infektionskrankheiten. Im Jahr 2006 wurden demnach rund 2.350 Fälle gezählt, 2011 schon fast 9.000. Allein im Januar kamen 1.293 Fälle hinzu.
Der Norovirus ist ein hochansteckender Keim, der zu Durchfall und Erbrechen führt. Die Infizierten leiden oft unter Schmerzen, Übelkeit und Fieber. Für alte und kranke Menschen kann das Norovirus gefährlich werden.
Hintergrund der gestiegenen Fallzahlen ist nach Angabe der Krankenkasse zum Teil auch eine bessere Dokumentation der Krankheit. Allerdings sei in ganz Europa und Nordamerika ein Anstieg zu beobachten.
Im Evangelischen Krankenhaus in Oldenburg sind aktuell auf der Geriatrie einige Patienten und Mitarbeiter am Norovirus erkrankt. Das Gesundheitsamt der Stadt schätzt die Lage derzeit aber als nicht bedrohlich ein. Es seien weniger als zehn Personen betroffen. Das Oldenburger Institut für Krankenhaushygiene kümmere sich intensiv um die Fälle, so eine Sprecherin gegenüber NDR.de. Wichtig sei unter anderem eine konsequente Hände-Hygiene mit speziellem Desinfektionsmittel.