Hühnerfabriken: Bürger wehren sich
Rund 250 neue Hähnchenmastbetriebe sind in Niedersachen beantragt.
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In Niedersachsen haben die Betriebe ihre Ställe bereits vor zwei Jahren an neue Richtlinien angeapasst.
Zum Jahreswechsel tritt ein europäisches Gesetz in Kraft, das die konventionelle Käfighaltung für Legehennen verbietet. In Deutschland besteht das Käfigverbot dann bereits seit genau zwei Jahren. Deutsche Legehennenhalter fürchten aber, dass in einigen Ländern der Europäischen Union weiter Hühner in Käfigen gehalten werden. Sie fürchten Wettbewerbsverzerrung.
Fast alle Nachbarstaaten von Deutschland halten noch Hühner in Käfigen. Mit weniger als einem Din-A-4-Blatt Platz pro Huhn. Europaweit werde noch ein Drittel der Legehennen in solchen Käfigen gehalten, sagte Wilhelm Hoffrogge, der Sprecher des Geflügelzuchtverbands Niedersachsen. Das sei auch ein wirtschaftliches Problem für die niedersächsischen Legehennen-Betriebe. Die haben investiert und ihre Ställe umgestaltet. Das macht Eier aus heimischer Produktion für den Landwirt teurer. Solange aber die Nachbarländer ihre billig produzierten Käfigeier ungestraft auf den Markt bringen dürften, verdiene ein niedersächsischer Legehennen-Halter weniger.
Die sogenannte Kleingruppenhaltung ist als neue Variante der Käfighaltung in Deutschand derzeit noch erlaubt.
Gegen diese Wettbewerbsverzerrung würden nur Geldstrafen seitens der EU helfen - für alle Länder, die sich nicht an das Käfigverbot halten, so Hoffrogge. Auch der Verbraucher könne etwas tun und sich für Eier mit dem Länderstempel DE entscheiden. Bei Produkten wie Nudeln oder Kuchen kann man auf der Zutatenliste allerdings nicht erkennen, ob ein Käfig-Ei aus den Nachbarländern verarbeitet wurde oder nicht. Die Legehennen-Halter wünschen sich auch hierfür eine Kennzeichnungspflicht, solange das Verbot nicht vollständig umgesetzt ist.