Ihre Meinung zur Wahl in Niedersachsen
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Ministerpräsident McAllister (r.) und sein Herausforderer Weil trafen sich im NDR Fernsehen zum TV-Duell.
Elf Sekunden. Nur ganze elf Sekunden hatte David McAllister (CDU) am Ende länger geredet als sein Herausforderer Stephan Weil (SPD). Symbolisch für den Auftritt der beiden Spitzenkandidaten um das Amt des niedersächsischen Ministerpräsidenten am Donnerstagabend im NDR Fernsehen: Das erste (und einzige) TV-Duell war eine ziemlich ausgeglichene Angelegenheit. Und: Die echten Attacken fehlten ein bisschen - genau wie im bisherigen Wahlkampf von Weil und McAllister.
Doch es gab ein paar Ausnahmen. Etwa beim Thema Linkspartei: Nach Ansicht von McAllister druckste Weil bei einer Aussage zu einer möglichen Koalition herum. "Sie eiern bei dieser Frage herum", hielt er seinem Kontrahenten vor. Weil hatte zuvor erklärt, dass "dieser Fall nicht eintreten" werde, da Die Linke den Einzug ins Parlament verpassen würde. Das passt zur aktuellen Umfrage der ARD zur Stimmung der Wähler im Land Niedersachsen: Nur drei Prozent würde demnach die Linkspartei erhalten, wenn am nächsten Sonntag Landtagswahl wäre.
Die aktuellen Umfrageergebnisse packte NDR Chefredakteur Andreas Cichowicz gleich am Anfang der spannenden Diskussion aus. Die Reaktionen waren nicht besonders überraschend: Während McAllister von "Rückenwind" sprach, die das Ergebnis (CDU: 40 Prozent, SPD: 33 Prozent, Die Grünen: 13 Prozent, FDP: 5 Prozent) der CDU bringen würde, erkannte Weil trotzdem einen "Wechselwunsch" der Wähler - immerhin hat Rot-Grün immer noch eine hauchdünne Mehrheit vor Schwarz-Gelb.
Gleich zu Beginn konfrontierte Moderator Cichowicz die beiden Spitzenkandidaten mit möglichen Achillesfersen: McAllister mit der Wulff-Affäre und Weil mit SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück und dessen unglücklichen Wahlkampfauftritten. Weil verneinte die Frage, ob Steinbrücks Treffsicherheit bei Fettnäpfchen Auswirkungen auf seinen Wahlkampf habe. Und McAllister glaubt, dass die Menschen mit dem Thema Wulff "durch" seien. "Das ist eine Privatangelegenheit", sagte er.
Etwas überraschend war, dass Herausforderer Weil eine eher erläuternde Rolle in der Debatte einnahm. Den etwas aggressiveren Eindruck machte Amtsinhaber McAllister, der Weil beim Thema Abschaffung der Gymnasien sogar androhte: "Dann kriegen Sie Ärger mit mir." Weil konterte später mit einer "chaotischen Energiepolitik", die er der Landesregierung vorwarf. Außerdem bemängelte er die "unerklärliche Passivität" von McAllister im Fall der SIAG Nordseewerke.
Eine Vorentscheidung ist auch nach dem Fernsehduell nicht gefallen. Es bleibt spannend in Niedersachsen - noch bis zum 20. Januar. Amtsinhaber McAllister schwor seine Anhänger mit den Schlussworten ein, Kurs zu halten. "Und wenn Sie noch nie CDU gewählt haben, probieren Sie es aus", empfahl er. Herausforderer Weil glaubt an ein "ganz enges Rennen" bis zum Wahltermin. Mit den Worten: "Es kommt auf jede Stimme an. Wählen Sie mich", beendete er seinen Auftritt im NDR Fernsehen.
Moment mal!
Also, 1. Andy wohnt in Hannover und 2. er fühlt sich - wie viele andere Hannoveraner auch - von Stephan Weil gut regiert! Die Beförderungszahlen der Öffis in Hannover sind deutlich gestiegen und... [mehr]
Weil sieht nicht gut aus
Liebe Richard, Tommy, Marcus. Herr Weil kann es nicht. Dass er zudem noch schlecht aussieht, macht es ja nicht besser. [mehr]
Mc Allister sieht besser aus.... v. Gaby Roeller
da sieht man einmal wieder ein Teil der Damenwelt. Wenn der Kandiat das bessere Carisma hat, so kommen die allzu menschlichen, fantasievollen Schwärmereien und Gedankenspiele dieses Geschlechts zum... [mehr]
Stimmt
Hab ich so noch nicht betrachtet, aber hast recht, is eigentlich das wichtigste [mehr]
Ein ministerpräsident muss Ausstrahlung haben
Doch, letztendlich geht es genau darum. Ein Ministerpräsident muss Ausstrahlung haben. Wie will man für Niedersachsen was reißen, wenn man in den Raum kommt und keiner es merkt. Ich erinnere an den... [mehr]