Landjugend in Soltau möbelt Jugendzentrum auf
Im Rahmen der 72-Stunden-Aktion der Landjugend packen junge Leute an. mehr
So soll's nachher aussehen: "Geheimagent" Peter Finkenstädt (r.) präsentiert den Schortenser Jugendlichen ihre Aufgabe, eine Freiluft-Memory-Anlage.
Für die Jugendlichen der Landjugend war es ein heißes Wochenende. Überall in Niedersachsen beteiligten sich die Helfer an der sogenannten 72-Stunden-Aktion. Bis zum Sonntag hatten sie genau drei Tage Zeit, um etwas Nachhaltiges für ihre jeweilige Heimat auf die Beine zu stellen. Ob Boulebahn oder Freiluft-Memory-Anlage - es gab viel zu tun.
Am Donnerstagabend suchten "geheime Agenten" die Jugendlichen vor Ort auf und präsentierten die bis zuletzt unter Verschluss gehaltene Herausforderung für die nächsten 72 Stunden. Während die Jugendlichen in Wunstorf-Kolenfeld (Region Hannover) eine Boulebahn bauten, sollten ihre "Kollegen" in Wietzen (Landkreis Nienburg) einen Sportplatz gestalten. In Ohndorf (Landkreis Schaumburg) musste ein Schwimmteich angelegt werden.
Eine Bank für eine ganze Schulklasse, eine Tribüne und einen mobilen Schattenspender für Schweine sollten die Ehrenamtlichen in Isenbüttel (Landkreis Gifhorn) bauen. In Oker (Landkreis Goslar) hatten die Jugendlichen eine BMX- und Mountainbikestrecke zu errichten. Auch im Nordwesten machen zahlreiche Landjugendgruppen mit - etwa in Worpswede, in Moormerland und in Hude. Bis Sonntag sollten die jungen Helfer in Schortens (Landkreis Friesland) ein großes wetterfestes Freiluft-Memory anlegen. Dafür brauchte es ein überdachtes Regal und einen Kunstrasenplatz zum Memory-Spielen samt Sitzbank und Windschutz.
Seit 1995 veranstaltet die Niedersächsische Landjugend alle vier Jahre eine "72-Stunden-Aktion". Dabei stellen sich im Land 75 Ortsgruppen der Herausforderung. 2.000 junge Leute machten diesmal mit, so viele wie noch nie.