Klasse, wir singen (Download Teil 1)
Der erste Teil des Abschlusskonzerts von "Klasse, wir singen" zum Herunterladen. mehr
Das landesweite Schulprojekt "Klasse! Wir singen" hat alle Erwartungen übertroffen: Rund 150.000 Schülerinnen und Schüler haben begeistert mitgemacht. Am Dienstag haben die letzten Liederfeste in Hannover stattgefunden. Vor Tausenden Zuschauern zeigten die Schulklassen, wie viel Freude sie am gemeinsamen Singen haben. Jeweils sechs Wochen vor den Konzerten haben im Unterricht die Proben begonnen. Jeden Tag mindestens ein Lied. Das Repertoire reichte von "Alle Vögel sind schon da" über "Hab 'ne Tante aus Marokko" und "Morning has broken" bis zu "Der Mond ist aufgegangen".
Die Mega-Tournee begeisterte das Land monatelang. Rund 80 Liederfeste standen bei den singenden Schülerinnen und Schülern auf dem Plan. Den Abschluss bildete ein Abschlusskonzert am Dienstagabend in der TUI Arena in Hannover. Zuvor füllte "Klasse! Wir singen" die großen Hallen in Emden, Lingen, Hameln, Göttingen, Stade, Quakenbrück, Braunschweig und Oldenburg. Die Schirmherrschaft für das Projekt trägt Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU), dessen Kinder mit ihren Schulklassen ebenfalls beteiligt waren. Die Teilnehmer der Aktion waren Schüler bis zur siebten Klasse. Schüler aus mehr als 1.200 Schulen hatten sich angemeldet. Damit nahm nach Angaben der Veranstalter jede dritte Grundschule und jede vierte weiterführende Schule in Niedersachsen an dem Projekt teil.
Domkantor Gerd Peter Münden hat das Projekt "Klasse! Wir singen" 2007 ins Leben gerufen.
Die Aktion ist eine Idee des Braunschweiger Domkantors Gerd Peter Münden, der den Schülern der Klassen 1 bis 7 mehr Freude am gemeinsamen Singen vermitteln möchte. Der Domkantor hatte schon 2007 das Projekt in der Region Braunschweig mit 28.000 Kindern veranstaltet. "Es sind neue Chöre entstanden, Familien singen im Auto oder zu Hause die Lieder, da sich die Kinder stark mit ihrem Konzert identifizieren", bilanzierte der Domkantor. "Wir wollen aber auch erreichen, dass in den Familien mehr gesungen wird", sagte er. "Es soll keine Renaissance des Volksliedes sein, die Freude am Singen mit all seinen vielen guten Seiten soll gesellschaftlich aufgewertet werden", betont Münden. Er wolle auch ein Gegengewicht zu Castingshows wie "Deutschland sucht den Superstar" setzen. "Nicht ein Kind ist der Superstar, sondern tausende Schüler erleben gemeinsam ein großes musikalisches Event."