Alle Infos zum Hochwasser an der Elbe
Die Pegelstände im Norden gehen zurück. Aber die Lage bleibt angespannt. mehr
Das Wärmebild zeigt links die Elbe daneben den Deich mit dem Dammfuß (schwarz gestrichelte Linie). Schwarz umkreist sind durchfeuchtete Stellen, gelb umkreist ist sogenanntes Qualmwasser.
Geo-Experten aus Hannover wollen mit einer Wärmebildkamera per Hubschrauber Deiche in Hochwassergebieten auf Schwachstellen überprüfen. Nach einem Testflug im Raum Magdeburg ist der Hubschrauber heute unter anderem an der Elbe bei Hitzacker, Lenzen und Gorleben im Einsatz. Das teilte die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) aus Hannover mit. Ziel sei es, durch ein Abfliegen der Deiche und Dämme mit einer Thermalkamera auffällige Temperaturmuster und damit mögliche Schwachstellen zu registrieren. Die gewonnenen Daten könnten dann den Einsatzkräften bereits vorab und während eines Hochwassers zur Verfügung gestellt werden.
Der Testflug bei Magdeburg ist bereits erfolgreich verlaufen. Sickerwasserstellen an einem Deich seien treffsicher ausgemacht worden, so ein BGR-Sprecher. Eine Ortsbegehung habe die aus 300 Metern Höhe vom Hubschrauber entdeckten Schwachstellen bestätigt. Auf den Fotos der Wärmebildkamera sind die durchnässten Stellen zu erkennen, weil sie eine um drei bis fünf Grad niedrigere Temperatur haben, als die übrigen Flächen. Auch Qualmwasser, das bei einer Unterströmung eines Deiches auftritt, kann an seiner niedrigeren Temperatur festgestellt werden.
Der Hubschrauber des BGR ist am Donnerstag in Niedersachsen im Einsatz. (Archiv)
Bereits in den 1980er-Jahren hat es einen Einsatz von Thermalkameras vom Hubschrauber aus gegeben. Es liegen jedoch keine umfassenden aktuellen Karten mehr vor, die dazu beitragen könnten, auffällige Durchsickerungsstellen zu erkennen. Die neue Methode soll Problempunkte noch besser lokalisieren und analysieren.