AKTUELLES AUS DER REGION
  • Niedersachsen Regionen Niedersachsen Hannover Heide Osnabrück Oldenburg Harz
    Möglichkeit zur Auswahl der Region
 

Bringt die Rekord-Flut auch Rekord-Schäden?

Ein Mann lädt Treibgut auf einen Lkw. © dpa Fotograf: Sebastian Kahnert Detailansicht des Bildes Wie hoch die Schäden der Flut genau sein werden, ist noch gar nicht abzusehen. Nach den Rekordpegel-Ständen an der Elbe könnten auch die Folgeschäden der diesjährigen Hochwasser-Katastrophe Rekordwerte erreichen. Darauf deutet zumindest die Höhe des Hilfsfonds hin, über den Bund und Länder am Donnerstag in Berlin verhandelt haben. Bis zu acht Milliarden Euro sollen zur Verfügung gestellt werden, die sich Bund und Länder jeweils zur Hälfte teilen. Damit fällt die Hilfe weitaus höher aus als 2002. Bei der damaligen "Jahrhundertflut" wurden etwa 6,5 Milliarden Euro bereitgestellt.

Weitere Informationen

Einigung: Acht Milliarden Euro für Flutopfer

Bund und Länder haben sich auf die Gründung eines nationalen Aufbaufonds für die Hochwassergebiete geeinigt. In den Topf sollen etwa acht Milliarden Euro kommen. mehr

"Kosten werden gewaltig"

Auch der niedersächsische Städte- und Gemeindebund hatte sich am Donnerstag in Bad Fallingbostel mit den Folgen der Flut beschäftigt. Der Präsident des kommunalen Spitzenverbandes, Marco Trips, sagte: "Die Kosten für die Beseitigung der Schäden werden gewaltig werden." Er forderte, Planverfahren zum Hochwasserschutz künftig vorrangig zu behandeln und zu beschleunigen. Welche Auswirkungen das Hochwasser auf die Landwirtschaft haben wird, lässt sich nach Angaben von Experten noch nicht genau absehen. Regional werde es mit Sicherheit Einbußen geben, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbandes der Obst-, Gemüse- und Kartoffelbauern. "Die Schäden sind aber im Moment noch nicht bezifferbar."

Weitere Informationen
Fischer Eckard Panz steht auf einem Boot. © NDR Fotograf: Ulrike Kressel
 
Video

Flut spült Fischer Panz' Optimismus hinfort

Das Haus von Eckhard Panz steht in Hohnstorf vor dem Deich. Dem Hochwasser war es schutzlos ausgeliefert. Der sonst so optimistische Elbfischer verliert seine Fassung. mehr

Landwirte arbeiten rund um die Uhr

Die Evakuierung von Rindern ist ein weiterer Kostenfaktor. Mehrere tausend Rinder könnten im schlimmsten Fall von der Flut betroffen sein, schätzte der niedersächsische Bauernverband am Montag. "Das bedeutet einen Mordsstress für die Tiere." Oft seien Folgeschägen die Folge. Auch der Lüneburger Kreislandwirt Jens Wischmann sorgt sich um seine Kollegen: "Die hatten gerade zwei trockene Wochen, um unter Hochdruck Futter zu bergen, und haben rund um die Uhr gearbeitet." Viele hätten dann in den vergangenen Tagen bei der Deichsicherheit mit angepackt.

Weitere Informationen
Ein Rind steht vor einem über die Ufer getretenen Fluss. © NDR Fotograf: Jürgen Jenauer
 

Flut bedroht das Vieh an der Elbe

Was passiert mit Rindern, Schafen und Pferden, wenn die Weiden entlang der Elbe zu Seen geworden sind? Wer kann, evakuiert seine Herden. Da hilft nur eine Wiese in sicherer Höhe. mehr

Bundes-Soforthilfen in Höhe von 100 Millionen Euro

Am Wochenende hatte Agrarminister Christian Meyer (Grüne) noch mit Hochwasserschäden zwischen 17 und 18 Millionen Euro in der niedersächsischen Landwirtschaft gerechnet. Allein die Schäden an Wiesen und anderem Grünland schätzte die Landwirtschaftskammer auf eine Summe von 5,9 Millionen Euro. Diese Schadensangaben vom Wochenende betreffen allerdings nur die Hochwasserlage in Ost-, Zentral- und Südniedersachsen. Mögliche Schäden in den überfluteten Gebieten der Elbe sind darin noch nicht einkalkuliert.

Der Bund hatte zunächst Soforthilfen von insgesamt 100 Millionen Euro zugesagt. Zudem sagte Merkel am Mittwoch in Hitzacker den Kommunen zu, dass sie nicht mit zusätzlichen Kosten für die Fluthilfe rechnen müssten. "Sowohl die Bundeswehr, als auch das Technische Hilfswerk, als auch die Bundespolizei werden keine Rechnungen stellen", versprach die Bundeskanzlerin.

Bildergalerien
Angela Merkel bei einem Besuch im überfluteten Hitzacker.  Fotograf: Markus Golletz
 
Bildergalerie

Gemeinsam mit Ministerpräsident Weil macht sich Bundeskanzlerin Merkel am Mittwoch ein Bild von der Lage in Hitzacker. Sie bedanken sich vor allem bei den vielen Helfern.

Bildergalerie starten
NDR Logo
Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse: http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/hochwasser2811.html
tagesschau.de
Pegelstandanzeige in Boizenburg im Hochwasser © NDR Fotograf: Ralf Makert
 
Link

Steuern oder Schulden erhöhen? Wie die Hilfe für die Flutopfer finanziert werden soll, bleibt unklar.

Link in neuem Fenster öffnen
Weitere Informationen
Eine Kolonne Feuerwehrfahrzeuge fährt durch den Wald. © NDR Fotograf: Lars Gröhning
 
Video

Weitere Helferkolonnen ziehen von der Elbe ab

Hilfskräfte aus anderen Bundesländern verlassen das Hochwassergebiet. mehr


Grünes Licht für Hochwasser-Soforthilfen

Die Landesregierung hat am Dienstag 40 Millionen Euro zugesagt. mehr

Bildergalerien
Ein ehemaliger Wachturm der DDR-Grenztruppen steht im Hochwasser der Elbe bei Boizenburg. © dpa-Bildfunk Fotograf: Jens Büttner
 

Alle Bildergalerien zum Hochwasser

Seit Ende Mai kämpft Niedersachsen gegen das Hochwasser. mehr

Videos
In Schnackenburg wird der Pegelstand der Elbe auf einer Skala angezeigt. © dpa Fotograf: Sebastian Kahnert
 
Video

Alle Videos zum Hochwasser in Niedersachsen

Hier finden Sie alle Filme zur Flut in Niedersachsen. mehr

Videos
Sandsäcke schützen ein Gebäude vor Wasser. © NDR Fotograf: Ulrike Kressel
 
Video

Kommunen wollen Hochwasserschutz verbessern

13.06.2013 | 18:00 Uhr
NDR Fernsehen: Niedersachsen 18.00

Der Städte- und Gemeindebund berät über die Folgen der Flut.

Video starten (01:09 min)