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Grünes Licht für Hochwasser-Soforthilfen

Die Schäden der Flutkatastrophe in Niedersachsen sind noch nicht abzusehen. Erst ganz allmählich wird sich herausstellen, wie viel kaputtgegangen ist, wie groß der Ernte-Ausfall sein wird, welche Verluste sonst noch zu beklagen sind. Die Aufräumarbeiten werden Wochen dauern. Die niedersächsische Landesregierung hat als ersten Schritt beschlossen, den Opfern des Hochwassers Soforthilfen in Höhe von 40 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Die eine Hälfte davon übernimmt der Bund, die andere das Land, wie Innenminister Boris Pistorius (SPD) am Dienstag nach einer Sitzung des rot-grünen Kabinetts in Hannover mitteilte.

Schnelle Hilfe für Flutopfer

NDR aktuell - 11.06.2013 16:00 Uhr

Schnell und unbürokratisch soll den Flutopfern geholfen werden. Niedersachsen stellt 40 Millionen Euro bereit, um erste Hilfe vor allem für Nicht-Versicherte zu leisten.

Innenministerium verhandelt mit dem Bund

Die Hilfen sollen laut Pistorius in mehrere Bereiche fließen: an Privathaushalte, Gewerbe, Land- und Forstwirtschaft. Wo Geschädigte keinen Anspruch auf andere Leistungen haben, soll die Soforthilfe greifen. Auch Schäden an der kommunalen Infrastruktur sollen damit ausgeglichen werden. Das Innenministerium habe entsprechende Verhandlungen mit dem Bund aufgenommen. Zusätzlich prüft das Finanzministerium offenbar Möglichkeiten, Hochwasseropfern Steuererleichterungen zu gewähren.

Milliardenschwerer volkswirtschaftlicher Schaden

Die Flutschäden werden von Experten schon jetzt höher als die von 2002 eingeschätzt. Die Ratingagentur Fitch geht von einem volkswirtschaftlichen Schaden von etwa zwölf Milliarden Euro aus. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) will die Opfer mit Pauschalzahlungen aus einem Fluthilfefonds unterstützen. Die Fluthilfe ist auch bei dem Treffen der 16 Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag Thema. In Regierungskreisen hieß es, es sei sicher, dass man sich angesichts der nahen Bundestagswahl bei diesem Treffen auf milliardenschwere Hilfspakete verständigen werde. Zuvor wird Merkel am Mittwoch in Hitzacker erwartet.

"Die Solidarität funktioniert"

Der Innenminister würdigte am Dienstag die Arbeit in den Hochwassergebieten: "Ich finde es total faszinierend, mit welchem Wahnsinnseinsatz die Menschen einander helfen", so Pistorius. "Das ist etwas, worauf wir stolz sein können, dass die Solidarität funktioniert." Im Moment kämpften in Niedersachsen rund 8.000 Kräfte von Feuerwehr, Bundeswehr und Technischem Hilfswerk gegen die Flut.

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Frank Bringe ist Gebäudesachverständiger aus Hamburg.
 
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Was passiert nach dem Hochwasser?

11.06.2013 | 14:00 Uhr
NDR Fernsehen: NDR aktuell

Wenn das Wasser weg ist, werden die Schäden an und in den Häusern erst richtig sichtbar. Frank Bringe ist Gebäudesachverständiger aus Hamburg.

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Eine Kolonne Feuerwehrfahrzeuge fährt durch den Wald. © NDR Fotograf: Lars Gröhning
 
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Weitere Helferkolonnen ziehen von der Elbe ab

Hilfskräfte aus anderen Bundesländern verlassen das Hochwassergebiet. mehr

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In Schnackenburg wird der Pegelstand der Elbe auf einer Skala angezeigt. © dpa Fotograf: Sebastian Kahnert
 
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Alle Videos zum Hochwasser in Niedersachsen

Hier finden Sie alle Filme zur Flut in Niedersachsen. mehr

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Eine Webcam zeigt das Hochwasser der Elbe, die bereits über die Ufer getreten ist. Im linken Bildrand ist die Elbbrück bei Neu Darchau (Landkreis Lüchow-Dannenberg) © NDR Fotograf: Eric Klitzke
 
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Unsere Webcam liefert aktuelle Bilder vom Schöpfwerk vor der Altstadtinsel.

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Während die Helfer abziehen, kämpfen die Hitzackeraner um Normalität.

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