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Landkreis Lüchow-Dannenberg: Bürgertelefon (05841) 120-222, Internetseite www.luechow-dannenberg.de

Samtgemeinde Elbtalaue: Bürgertelefon (05861) 808-216 oder 808-217

Verbraucherzentrale, Beratung für Hochwasseropfer: (0800) 100 37 11 (kostenlos)

Dossier
Eine Tafel an einer Hauswand zeigt die Höchststände der Elbe in Lauenburg © NDR Fotograf: Thorsten Phillips
 

Alle Infos zum Hochwasser an der Elbe

Die Flutwelle der Elbe hat ihren Höhepunkt überschritten. Aber die Lage bleibt angespannt. mehr

 

Weitere Helferkolonnen ziehen von der Elbe ab

Kilometerlange Fahrzeugkolonnen von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Rotem Kreuz schieben sich zurzeit durch die Elbtalaue. Zu Hunderten sind Hilfskräfte aus anderen Bundesländern wieder auf dem Weg in ihre Heimat. Zwar drückt das Wasser weiter mit Macht gegen die Deiche, doch die Pegel sinken kontinuierlich. Der Landkreis Lüneburg hat bereits rund 1.500 von 4.000 Helfern wieder in die Heimat entlassen. Der Nachbarkreis Lüchow-Dannenberg erwägt mittlerweile ebenfalls ihre Zahl zu reduzieren.

Durchgeweichte Deiche größte Sorge

Der Katastrophenalarm soll nach Informationen von NDR 1 Niedersachsen noch mindestens bis Montag aufrechterhalten werden. Wird er aufgehoben, könnten weitere Hilfskräfte abziehen und die Schulen, in denen sie zurzeit untergebracht sind, wieder öffnen. Unterdessen geht es in den Überschwemmungsgebieten vor allem darum, ein Auge auf die durchgeweichten Deiche zu haben. Darum bleiben auch die Deichläufer weiterhin im Einsatz. Der Notdeich in Neu-Darchau hält den Belastungen durch das Hochwassers bislang stand. Er sei stabil, hieß es am Morgen vom Katastrophenstab Lüchow-Dannenberg.

Häuser werden leer gepumpt

In Vietze bei Gorleben, wo noch in 25 Häusern das Wasser steht, konnte die Kanalisation inzwischen wieder in Betrieb gesetzt werden, um die Keller leer zu pumpen. Ein erster Versuch war am Freitag gescheitert. Fast alle Häuser seien aber mittlerweile wieder mit Strom versorgt, wie der Katastrophenstab am Morgen mitteilte. Eine weitere gute Nachricht kommt aus Hohnstorf: Dort hat der Landkreis Lüneburg am Morgen wieder die Elbbrücke nach Lauenburg für den Verkehr freigegeben.

Rückkehr in die Altstadt von Hitzacker

Hallo Niedersachsen - 14.06.2013 19:30 Uhr

Während in Tiesmesland viele in ihren gefluteten Häusern ausharren und gegen die Wassermassen kämpfen, konnten in Hitzacker die Bewohner in ihre Häuser zurückkehren.

Menschen kehren eher zögerlich zurück

Seit gestern dürfen die Bewohner der historischen Stadtinsel von Hitzacker in ihre Häuser zurückkehren, bald schon könnte der Bereich auch für alle anderen freigegeben werden. Der dafür erforderliche Pegelstand von 7,46 Meter war am Freitagabend erreicht. Der Katastrophenstab Lüchow-Dannenberg wollte noch am Abend beraten, wann die Insel wieder betreten werden darf. Einige Läden und Hotels haben bereits wieder geöffnet und hoffen darauf, dass Anwohner und Touristen schnell zurückkehren. Denn bislang sind diese noch zurückhaltend: "Die Leute kommen eher schleppend zurück", sagte ein Stadtsprecher am Freitag.

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Ein Soldat sitzt in einem Panzer. © NDR Fotograf: Ann-Kristin Mennen
 
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Panzer sollen Lecks in Deichen finden

In Dannenberg sind Panzer stationiert, die mit Wärmebildkameras nach Lecks in Deichen suchen sollen. Die Soldaten sehen einen klaren Vorteil gegenüber Luftaufnahmen.

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Ministerpräsident Weil: "Fluthilfe nicht nur über Kredite finanzieren"

Erst in einigen Tagen, wenn das große Aufräumen beginnt, wird vermutlich das ganze Ausmaß der Schäden sichtbar. Viele Betroffene sind nicht versichert. Politiker haben schnelle Hilfe versprochen. Die rot-grüne Landesregierung hat 40 Millionen Euro Soforthilfe in Aussicht gestellt. Außerdem haben sich Bund und Länder am Donnerstag auf die Eckpunkte eines Hilfsfonds geeinigt. Dieser soll bis zu acht Milliarden Euro umfassen. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat sich heute dagegen ausgesprochen, die Fluthilfe allein durch eine höhere Neuverschuldung zu finanzieren: "Wir sind dagegen, dass die Last eins zu eins auf die nächste Generation übertragen wird", sagte er auf dem Parteitag der SPD Niedersachsen in Walsrode.

2.500 Euro Soforthilfe pro Haushalt

Mit wie viel genau die Flutopfer rechnen können, hat unterdessen der Landkreis Lüchow-Dannenberg mitgeteilt: Wer etwa in seinem Haushalt einen Schaden von mindestens 5.000 Euro erlitten hat, soll pro erwachsene Person 500 Euro aus dem Soforthilfe-Programm der Landesregierung erhalten, pro Kind sind es 250 Euro, maximal 2.500 Euro pro Haushalt. Betroffene sollen sich direkt an die Kreisverwaltung wenden.

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Miriam Glinka, eine technische Beraterin für Deichverteidigung im THW, studiert gemeinsam mit Thomas Schlunck eine Karte. © Bundesanstalt Technisches Hilfswerk
 

Die Deichberaterin - ein neues Berufsbild

Wenn ein Landkreis bei Hochwasser Katastrophenalarm auslöst und einen Stab bildet, kommt sie zum Einsatz: Miriam Glinka ist Deichfachberaterin beim Technischen Hilfswerk. (14.06.2013) mehr

Deutsche Bahn rechnet mit massiven Kosten

Mit einem "hohen dreistelligen Millionenbetrag" durch die Flut rechnet auch die Deutsche Bahn, wie Bahnchef Rüdiger Grube am Freitag mitteilte. Nach dem Elb-Hochwasser 2002 hatte die Reparatur von Elektronik, Signalen, Gleisen und Bahndämmen den Konzern knapp eine Milliarde Euro gekostet. In den kommenden Wochen werde die Bahn mit den Folgen der Überschwemmung auch noch eine Menge Arbeit haben: Gesperrte Brücken und überflutete Gleise würden weiter für Sonderschichten Tausender Mitarbeiter sorgen. Die wichtige ICE-Strecke von Berlin über Hannover nach Köln wird laut Grube wegen einer überfluteten Brücke noch bis mindestens Ende kommender Woche gesperrt bleiben.

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Eine Webcam zeigt das Hochwasser der Elbe, die bereits über die Ufer getreten ist. Im linken Bildrand ist die Elbbrück bei Neu Darchau (Landkreis Lüchow-Dannenberg) © NDR Fotograf: Eric Klitzke
 
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Die NDR.de Webcam liefert aktuelle Bilder von der Hochwassersituation in Hitzacker. Die Kamera steht direkt am Schöpfwerk vor der Altstadtinsel - mit Blick auf die Elbe.

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Hepatitis A - die Gefahr nach dem Hochwasser

Die sinkenden Wasserstände bringen auch Gefahren durch Keime mit sich: Der Landkreis Lüneburg warnt vor Viren im Hochwasser, die aus überfluteten Klärgruben gespült worden sind. Es bestehe die Gefahr, sich mit Hepatitis A anzustecken. Lebensmittel, die mit dem Hochwasser in Berührung gekommen sind, sollten nicht mehr gegessen werden, wenn man sie nicht abkochen oder schälen kann. Wer sich in seinem Garten oder im Keller an die Aufräumarbeiten macht, sollte wasserdichte Handschuhe und Kleidung tragen und gegen Tetanus geimpft sein. Kinder sollten nicht im Hochwasser schwimmen gehen oder im Schlamm spielen. Das Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt aber keine allgemeine Impfung gegen Hepatitis A.

Quelle: PEGELONLINE
Legende
  • Hoher Pegelstand verglichen mit den mittleren höchsten Werten

  • Normaler Pegelstand zwischen mittleren niedrigsten und höchsten Werten

  • Niedriger Pegelstand verglichen mit den mittleren niedrigsten Werten

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 15.06.2013 | 15:00 Uhr

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Drei Hochwasserhelfer kämpfen sich mit Schaufeln, Eimern und Besen beladen durch die Fluten der Elbe. © Picture Alliance Fotograf: Ralf Hirschberger
 
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Die ARD ruft bis Sonntagabend zu Spenden auf. Zum Abschluss gibt es eine Spezialsendung um 21.45 Uhr im Ersten.

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Aktuelle Pegelstände
Pegelstände im Norden
Schnackenburgkeine Daten
Dömitzkeine Daten
Hitzackerkeine Daten
Neu Darchaukeine Daten
Bleckedekeine Daten
Boizenburgkeine Daten
Hohnstorf (bei Lauenburg)keine Daten
Forum
Freiwillige Helfer befüllen in Heiddorf bei Dömitz Sandsäcke. © dpa-Bildfunk Fotograf: Philipp Schulze
 

Forum für Helfer und Hochwasser-Opfer

In unserem Forum können sich Hilfe-Suchende und Helfer austauschen. mehr

Bildergalerien
Ein ehemaliger Wachturm der DDR-Grenztruppen steht im Hochwasser der Elbe bei Boizenburg. © dpa-Bildfunk Fotograf: Jens Büttner
 

Alle Bildergalerien zum Hochwasser

Seit Ende Mai kämpft Niedersachsen gegen das Hochwasser. mehr

Videos
In Schnackenburg wird der Pegelstand der Elbe auf einer Skala angezeigt. © dpa Fotograf: Sebastian Kahnert
 
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Alle Videos zum Hochwasser in Niedersachsen

Hier finden Sie alle Filme zur Flut in Niedersachsen. mehr

Weitere Informationen
Ein Riss im Notdeich in Neu Darchau.  Fotograf: Ann-Kristin Mennen
 
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Jetzt beginnt das große Aufräumen

Die Pegelstände sinken, doch die Deiche sind vollgesogen. mehr

NDR.de Aktion
Der Damm am Hochwasser in Amt Neuhaus an einer Landstraße. © NDR.de Fotograf: Angelika Hoffmann
 

NDR.de User fotografieren das Hochwasser

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Luftbilder
Luftbild auf Überschwemmungsgebiet Hohnstorf. © NDR
 
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Das Hochwassergebiet Hohnstorf

Luftbilder einer Drohne zeigen das Ausmaß des Hochwassers.

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Wassermassen bedrohen Bleckede

Teile des Ortes sind schon überflutet. Das Wasser drückt auf die Deiche.

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Hochwasser flutet Tiesmesland

Der Drohnenflug zeigt den Ort aus der Vogelperspektive.

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Mit Pumpen und Sandsäcken gegen die Flut

Luftaufnahmen zeigen die schweren Überschwemmungen an der Elbe.

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Rückblick
Feuerwehrleute gehen über einen Schutzdamm aus Sandsäcken.  Fotograf: Lars Gröning
 

Land unter: Jahrhundertflut an der Elbe

Heftige Regenfälle lassen im August 2002 die Elbe und ihre Nebenflüsse anschwellen. mehr