Und was ist mit den Kindern?
Wenn Eltern sich trennen.
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Mit Geschenken, die sie nicht übergeben können, protestieren die "Weihnachtsmänner" für Kontakt zu Kindern und Enkeln.
Alle Kinder sollten mit zwei Elternteilen aufwachsen - diesen Idealfall wünscht sich der Verein "Blauer Weihnachtsmann". Die Realität sieht jedoch anders aus. Vor dem Amtsgericht Lüneburg demonstrierten am Freitag geschiedene Väter, Mütter und auch Großeltern, die keinen oder nur wenig Kontakt zu ihren Kindern und Enkeln haben dürfen.
Die Demonstranten bauten vor dem Gericht die Geschenke auf, die sie den Kindern nicht überreichen könnten, "weil das Familiengericht Lüneburg Mütter bei dem Umgangs-Boykott regelrecht unterstützt. Umgangsregeln, die nicht eingehalten werden, werden nach den Interessen der Mutter abgeändert. Zwangsmaßnahmen werden nur angedroht, aber selten auch vollstreckt", heißt es in einer Stellungnahme des Vereins.
Der Verein setzt sich unter anderem für die Rechte geschiedener Väter ein.
Knapp 19.000 Ehen wurden im vergangenen Jahr in Niedersachsen geschieden, bei vielen Scheidungen sind Kinder im Spiel. Nach Angaben des Vereins kann dies schwerwiegende Folgen haben. So seien bis zu 80 Prozent der psychisch erkrankten Kinder nachweislich trennungsbedingt traumatisiert, 90 Prozent der straffällig gewordenen Jungen sei vaterlos aufgewachsen.
Eine Trennung der Eltern dürfe Kinder nicht zu Halbwaisen machen, fordern die "Blauen Weihnachtsmänner". Sie verlangen Unterstützung von Justiz und Gesetzgebung, unter anderem durch die Einführung eines Verhaltenskodex für Rechtsanwälte, die sich mit Familiensachen befassen, die Anerkennung des Kontakt-Boykotts als Straftat und das gemeinsame Sorgerecht für ledige Väter von der Geburt des Kindes an.