Historisches Salzschiff zu Wasser gelassen
In Lüneburg wurde ein Salzewer zu Wasser gelassen. mehr
Im Innenstadt-Hafen in Lüneburg ist ein ganz besonderes Schiff vor Anker gegangen. Der Nachbau eines sogenannten Stegnitzprahms ist am Freitag in dem historischen Wasserviertel am Stintmarkt auf den Namen "Solten Deern" getauft worden. Der Name verrät es: Bei dem "Salzigen Mädchen" handelt sich um ein Salzschiff, das jahrhundertelang das "weiße Gold" der Hanse-Stadt transportierte.
In Lüneburg wurde der Nachbau eines sogenannten Salzprahms getauft. Diese Schiffe transportierten im Mittelalter tonnenweise Salz.
Neben dem Salzprahm liegt am Stintmarkt bereits ein weiterer historischer Schiffsnachbau, ein Salzewer. Beide Schiffe sollen an die Zeit der Hanse erinnern, in der Lüneburg dank eines Salzstocks reich wurde. Ab Juni können auch Touristen mit ihnen Ausflüge unternehmen.
Im Rahmen eines Projekts in der Lüneburger "Salzwerkstatt" haben 30 Langzeitarbeitslose ein Jahr lang dicke Eichenplanken gebogen, Metallbeschläge und Nägel per Hand geschmiedet. Das Schiff ist zwölf Meter lang und viereinhalb Tonnen schwer - und erinnert an einen riesigen Waschzuber. Fast acht Tonnen Salz konnten diese Schiffe laden. Mehrere Jahrhunderte wurden sie auf dem Stecknitz-Kanal zwischen Lauenburg und Lübeck eingesetzt.
Träger des Projektes ist unter anderem die Volkshochschule Lüneburg und das Jobcenter der Stadt. Die finanziellen Mittel in Höhe von 250.000 Euro kommen aus dem Europäischen Sozialfonds. Ziel des Projekts ist es, Männer und Frauen zu qualifizieren, die lange arbeitslos waren.