Selbstjustiz gegen Baustellenbesetzer?
Tierschützer hatten die Baustelle einer geplanten Hühnermastanlage in Teplingen (Landkreis Lüchow-Dannenberg) besetzt. Landwirte sind mit ihren Traktoren dagegen vorgegangen.
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Eine Geflügelmast-Anlage soll in Teplingen nach Meinung der Protestler nicht gebaut werden.
Der Protest gegen die in Teplingen (Landkreis Lüchow-Dannenberg) geplante Geflügelmastanlage geht weiter. Gegen fünf Uhr haben sich am Freitagmorgen zwei Gegner an das Tor eines Bauunternehmers in Sachsen-Anhalt gekettet. Sie forderten das Unternehmen auf, sich aus dem Vorhaben zurückzuziehen.
Rund 20 Demonstranten hätten die beiden Aktivisten laut Polizeiangaben unterstützt, die sich gegen acht Uhr selbst von den Ketten befreit hätten. Die Demonstranten sagten hingegen, die Polizei habe die Angeketteten losgeschnitten. Sie kündigten weitere Aktionen an.
Vorwurf der Tierschützer: Die Polizei habe zu spät auf den Notruf der Besetzer reagiert.
Vergangenen Sonntag hatte eine Gruppe Tierschützer das Baugelände einer Hühnermastanlage in Teplingen besetzt. Landwirte räumten das Gelände am Montagabend. Dabei gab es laut Polizei mehrere Verletzte. Nach Angaben einer Polizeisprecherin wird gegen die Landwirte nun wegen des Verdachts auf Landfriedensbruch ermittelt. Die Aktivisten wiederum erheben Vorwürfe gegen die Polizei.
Schutz des Eigentums gegen selbsternannte Weltverbesserer, die niemals daran zweifeln, dass ihre Aktionen strafrechtliche Tatbestände erfüllen. Können sie ja auch nicht, so die verquere Logik. Erfüllen sie moralische Grundsätze. Und was Moral ist, bestimmen sie alleine. Bauern auf Teplingen...GUT SO!
Tierquälerei, Umweltverschmutzung, Gesundheitsgefährdung, Antibiotikamissbrauch.... Die Liste ist lang, die gegen Tierfabriken spricht! (...) Wacht endlich auf und kämpft gegen dieses selbstzerstörerische System, das nur einen Sinn hat: den Tierquälern die Taschen vollzumachen!
Wer unrechtmäßig Land besetzt, sollte sich nicht über Vertreibung wundern. Die vermeintlichen Tierschützer schaden sich nur selber, wenn sie so vorgehen. Eine sachliche Diskussion im Vorfeld der Baumaßnahme wäre sicher sinnvoller gewesen. Es ist eine gefährliche Entwicklung, derartige "Aktivisten" bundesweit zusammenzurufen.
Fragt doch mal die abertausend Hartz IV-EmpfängerInnen, ob sie auch gerne das 3fache für nen gefüllten Magen bezahlen möchten bei gleichbleibenden Regelsatz!
Gut wäre es, wenn sich Harz IV-EmpfängerInnen GESUND ernähren könnten für wenig Geld und nicht diese tierquälerischen, hormon- und antibiotikaverseuchten Hühner essen müssten!
Die Landwirte hätten ungehindert gegen die Besetzer vorgehen können, sagten die Tierschützer NDR 1 Niedersachsen. Als sich mehrere Landwirte mit ihren Traktoren und anderen Geräten sammelten, setzten die Baustellen-Besetzer ihren ersten Notruf ab. Die Polizei traf jedoch erst ein, als die Landwirte die Besetzer bereits vertrieben hatten. Rund 20 Minuten habe die Anfahrt der Polizei gedauert, so der Vorwurf der Tierschützer, zudem seien es für den Fall einer Eskalation der Lage zu wenig Beamte gewesen.
Eine Polizei-Sprecherin bestätigt, dass vom Eingang des anonymen Notrufs bis zum Eintreffen der Kräfte vor Ort einige Zeit vergangen sei. "Angesichts der Entfernung lag das aber im normalen Rahmen." Vor Ort hätten dann etwa zwei Dutzend Beamte gut 70 Landwirten und Demonstranten gegenübergestanden. Den Vorwurf, die Polizei habe zu langsam reagiert, wies die Sprecherin zurück.
Die Situation auf der Baustelle hatte sich offenbar hochgeschaukelt: Zunächst hatten laut Polizei Tierschützer den Bauherrn verletzt, indem sie einen Stein durch die Windschutzscheibe seines Traktors warfen. Der Stein traf den Landwirt am Kopf, er erlitt eine Platzwunde. Einige Stunden später fuhren mehrere Landwirte auf die Baustelle, zerstörten die errichteten Zelte und das Dreibein, an das sich Aktivisten gekettet hatten, und lösten so die Blockade auf.
Tierschützer hatten die Baustelle einer Hühnermastanlage in Teplingen (Landkreis Lüchow-Dannenberg) am Sonntag besetzt. Die rund 20 Aktivisten drangen auf das Gelände vor und errichteten einen etwa vier Meter hohen dreibeinigen Turm. An ihm ketteten sich zwei Besetzer fest. Mit dem Bau der Mastanlage war nach Polizeiangaben gerade erst begonnen worden, eine Baustellenabsicherung sei daher noch nicht vorhanden gewesen. Der von den Besetzern errichtete Turm war zunächst nicht geräumt worden, da laut Polizei das entsprechende Werkzeug nicht zur Verfügung gestanden hatte. Eine Schutzhütte hatte der Besitzer des Geländes mit einem landwirtschaftlichen Fahrzeug vom Gelände geräumt.
Mit der Besetzung wollten die Demonstranten auf die katastrophalen Zustände in der Hühnermast aufmerksam machen, sagte einer der Tierschützer. Die Anlage, in der jährlich rund 300.000 Hühner gemästet werden sollen, soll Zulieferbetrieb für den umstrittenen geplanten Groß-Schlachthof in Wietze im Landkreis Celle werden.