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Leuphana-Uni: Kritik an Beraterverträgen

von Lars Gröning

Blick über die Baustelle des Neubaus der Leuphana Universität Lüneburg. © NDR Online Fotograf: Christoph Hemker Detailansicht des Bildes Rund um den Neubau der Leuphana-Universität in Lüneburg gibt es erneut Kritik vom Landesrechnungshof. (Archiv) Für knapp 60 Millionen Euro wird auf dem Lüneburger Universitätscampus ein neues Zentralgebäude errichtet - geplant vom Stararchitekten Daniel Libeskind. Jetzt kommt erneut Kritik vom niedersächsischen Landesrechnungshof. Die Uni soll Beraterverträge abgeschlossen haben, die die Prüfer in vielen Punkten nicht nachvollziehen können. Laut einer internen Prüfmitteilung, die dem NDR vorliegt, hat der Landesrechnungshof 21 Verträge über insgesamt 1,2 Millionen Euro unter die Lupe genommen.

Sollte das Vergaberecht unterlaufen werden?

Auffällig war für die Prüfer demnach, dass die Hochschule in einigen Fällen darauf verzichtet hat, Vergleichsangebote einzuholen. Auch wurden anscheinend Verträge geschlossen, die nicht den gültigen Musterverträgen entsprechen. Zudem könnte die Universität durch eine Stückelung der Verträge versucht haben, das europäische Vergaberecht zu unterlaufen, vermutet der Landesrechnungshof.

500.000 Euro für "baukünstlerische Beratungen"

Im besonderen Fokus der Kritik stehen die Honorare an den Stararchitekten Daniel Liebeskind. Rund 500.000 Euro soll dessen New Yorker Büro für "baukünstlerische Beratungen" erhalten haben. Das sind aber Leistungen, die laut Landesrechnungshof eigentlich über das herkömmliche Architektenhonorar abgegolten werden. Zudem sei nicht nachvollziehbar, welche Aufgaben Daniel Liebeskind als Professor der Universität und welche Aufgaben er als Architekt zu erfüllen habe.

Universität weist Kritik zurück

Die Leuphana-Universität weist die Vorwürfe aus der Prüfmitteilung zurück. In einer Stellungnahme heißt es: "Die (von der Stiftung) abgeschlossenen Verträge sind sachlich begründet und sowohl von der Vergabe als auch von der Abwicklung her völlig korrekt entsprechend geltender Regelungen durchgeführt worden."

Ministerium fordert mehr Transparenz

Das Ministerium für Wissenschaft und Kultur bemüht sich um Aufklärung. Sprecher Werner Nording sagte NDR 1 Niedersachsen: "Was den Bau und die Finanzierung des Zentralgebäudes an der Leuphana angeht, brauchen wir mehr Transparenz als bisher." Bis Mitte Juni muss die Leuphana zu der Kritik des Landesrechnungshofes Stellung nehmen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | 15.04.2013 | 17:00 Uhr

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Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse: http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/heide/leuphana331.html
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Ein Modell des geplanten Libeskind-Neubaus der Leuphana-Universität in Lüneburg. © Leuphana dpa/lni
 

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