Immer noch steht sein Grundstück bei Hohnstorf in den Fluten. Fischer Eckhard Panz macht seine Bestandsaufnahme heute mal vom Wasser aus. Mit dem Motorboot, mit dem er sonst auf Fischfang ist, fährt er quasi durch seinen Garten.
Das THW ist noch vor Ort und behält die kritische Lage am Deich und im Deichvorland immer im Auge. Auch wenn der Pegel jetzt nicht mehr steigt, ist die Gefahr noch lange nicht gebannt. Der Druck auf die Deiche ist enorm.
Einer der Geräteschuppen von Fischer Panz steht komplett in den Fluten.
Banges Warten und Hoffen, dass der Schuppen der Flut mit ihrer enormen Strömungsgeschwindigkeit standhält. Panz hat Sorge, dass seine Gerätschaften einfach so weggerissen werden und davonschwimmen.
Es steht einfach alles unter Wasser – vom Garten keine Spur mehr. Der Humor ist ein wenig zurückgekehrt: "Einen Vorteil hat das Hochwasser – jetzt können wir bald Kirschen vom Boot aus ernten", so Panz.
Wäre die Lage nicht so ernst, könnte man die Wassermassen als recht idyllisch wahrnehmen.
Fährt man näher ran, sieht es schon ganz anders aus: Das Haus des Nachbarn wird vom THW abgestützt. Die Fenster sind schon mit Balken verstärkt
Egal, was Fischer Panz gerade mach, immer wieder wird er von Leuten angesprochen, die sich ein Bild vor Ort machen wollen.
Seiner 15-jährigen Tochter geht das allerdings manchmal ganz schön auf die Nerven. Kurzerhand lädt sie die "Gaffer" ein Platz zu nehmen.
Zu gucken gibt es bestimmt noch länger etwas. Das Wasser steht – bislang fließt es noch nicht ab. Dabei hatte der Elbfischer bis zuletzt versucht, sein Haus vor den Wassermassen der Elbe zu schützen. Es ist eines von zehn Häusern, das in Hohnstorf vor dem Deich steht.
Panz hatte zusammen mit seiner Familie wirklich alles versucht, um sein Haus zu schützen.
Alle packten mit an, als eine Lieferung von Sandsäcken kam - auch die Klassenkameraden von Tochter Rebekka.
Die Helfer legten Sandsäcke rund um den ganzen Hof aus.
In seinem Fischereischuppen verstaute Panz alle Reusen, Netze und Tonnen auf den obersten Regalen, damit sie nicht von der Flut weggetragen werden.
Da das Hochwasser auch die Hälterbecken flutet, holte Panz seine Fische vorher raus.
Im Haus räumte die Familie das Erdgeschoss komplett leer, obwohl Panz zunächst gar nicht damit rechnete, dass das Wasser so hoch steigen würde. Doch die Vorsichtsmaßnahme sollte sich lohnen.
Zwar hielt der Wall aus Sandsäcken die Elbe zunächst auf Distanz.
Doch mit steigendem Pegelstand drückte das Wasser durch die Barriere. Unaufhaltsam floss es Richtung Haus.
Das Wasser stieg und stieg. Bis es in der Nacht zu Dienstag ins Haus hineinfloss.
Panz befürchtet, dass der Wasserdruck bald auch noch die Scheiben eindrückt.