Hoffen und Bangen an der Elbe: Wie hier in Grippel (Landkreis-Lüchow Dannenberg) haben entlang der Elbe zahlreiche Deichwachen ihre Posten bezogen.
Das Technische Hilfswerk hat dieser Tage alle Hände voll zu tun. Zum Beispiel damit, Treibgut zu entsorgen.
Wie leer gefegt: Die Altstadtinsel in Hitzacker gleicht nach der Evakuierung am Wochenende einer Geisterstadt.
Die Fähre "Tanja" aus Neu Darchau dümpelt verlassen am Fähranleger bei Hitzacker vor sich hin. Pendler müssen nun einen dreistündigen Umweg fahren.
In Wussegel (Landkreis Lüchow-Danneberg) halten die Hochwasserschutzwände die Elbe noch weitgehend aus der Stadt.
Etwas Wasser rinnt allerdings durch.
In Vietze (Landkreis Lüchow-Dannenberg) hat der Notdeich dem Wasserdruck nicht standgehalten.
Hier heißt es Land unter. Teile des Ortes stehen seit Montag komplett unter Wasser.
Die Bewohner können nur versuchen weitere Zerstörung aufzuhalten.
So hoch stand das Wasser im Ort noch nie.
"Wilkommen" heißt dieses Schild die Besucher im Ort - bei der derzeitigen Lage klingt diese Einladung eher ironisch.
Das hier ist eigentlich die Hauptverkehrsstraße des Ortes - doch die Kreisstraße 28 in Vietze ist völlig überflutet.
Das Wasser bahnt sich seinen Weg durch alle Straßen ...
... und ist auch bereits in einige Wohnhäuer in Vietze eingedrungen.
Hier ist es noch nicht zu spät: Auch wenn ihr Haus wie eine Insel komplett vom Hochwasser umzingelt wird, geben die Bewohner den Kampf gegen die Flut nicht auf.
Mit einer selbstgebauten Konstruktion pumpen sie das eindringende Wasser ab.
Viele Bewohner können nur noch hoffen, dass der Schaden nicht allzu groß ausfällt.
Im Amt Neuhaus (Landkreis Lüneburg) werden die ersten Pferde evakuiert.
Die Anwohner in Wussegel (Landkreis Lüchow-Dannenberg) sind besorgt. Immer wieder messen die Menschen den Pegel der Elbe.
Wo das Wasser einen Weg findet, wird am Damm in Wussegel Sand nachgefüllt.
Notfalls wird der Damm sogar per Hand ausgebessert.
Im schlimmsten Fall könnte Treibgut die Dämme schädigen. Helfer sind andauernd im Einsatz, um Objekte aus dem Wasser zu fischen.
Alles im Blick: Bis zu fünf Kilometer gehen die Deichwächter am Montag zwischen Wussegel und Damnatz hin und her.
In Gartow (Landkreis Lüchow Dannenberg) packt die Bundeswehr mit an, um den erforderlichen Nachschub an Sandsäcken abdecken zu können.
Zwischen den Soldaten tummeln sich viele freiwillige Helfer. Sie sind in der Notsituation unentbehrlich.
Hilfe für die Helfer: Freiwillige verteilen im Hochwassergebiet an der Elbe außerdem Essen, Getränke und selbstgebackene Kuchen für die Helfer.
Nur wenige Sandsäcke stehen noch zwischen dem Hochwasser und den Straßen in Gorleben (Landkreis Lüchow-Dannenberg).
Andernorts ist es für Schutzmaßnahmen bereits zu spät: Im Damnatz (Landkreis Lüchow-Dannenberg) wurden viele Straßen wegen Überflutung gesperrt.
Montag in Hitzacker: Elb-Hochwasser umzingelt die verlassene Altstadtinsel. Bereits am Sonntag mussten die Bewohner ihre Wohnungen aus Sicherheitsgründen verlassen.
Im nur knapp sechs Kilometer entfernten Tiesmesland sieht es noch schlimmer aus: Das Hochwasser ist in das Dorf eingezogen, Straßen sind nicht mehr befahrbar.
Eigentlich führt diese Kreisstraße von Tiesmesland nach Hitzacker.
Kräfte des Technischen Hilfswerks sind ununterbrochen im Einsatz. In Neu Darchau überwachen sie den Notdeich.
Zwar gibt es einen Damm in Neu Darchau, doch ist der Ort nur behelfsmäßig geschützt.
Wenn das Wasser anhaltend hoch steht, könnten die Deiche aufweichen. Für den Ernstfall stehen Dutzende Paletten mit Sandsäcken bereit.
Ausnahmezustand herrscht ebenfalls in Amt Neuhaus (Landkreis Lüneburg). Einzig die gestapelten Sandsäcke stehen zwischen der Flut und den Höfen der Anwohner.