Wie wird meine Wohnung aussehen, wenn ich nach der Flut zurückkehre? Die Bewohner von Hitzackers Altstadt können jetzt nur abwarten und das Beste hoffen.
Seit Sonntagabend um 20 Uhr steht die historische Insel leer.
Die rund 280 Bewohner der Hitzacker Altstadt haben nur wenige Stunden Zeit, ihre Wohnungen zu verlassen.
Zuvor wappnen die Menschen ihre Gebäude so gut wie möglich gegen die Flut. Sollte das Wasser in die Stadt fließen, könnten die Schäden immens sein.
Zwar hält der Damm dem Wasser noch stand, doch besteht die Gefahr, dass ihn Treibgut beschädigen könnte.
In Neu Darchau sackt am Sonntag ein Notdeich aufgrund der hohen Fließgeschwindigkeit der Elbe ab.
Für die Reparatur des Deiches schaffen Helfer neue Sandsäcke heran, mit denen Taucher versuchen, den Deichfuß zu verstärken.
Bereits Sonntagabend erreicht der Pegelstand laut Hochwassermeldezentrale 7,37 Meter - nur zwölf Zentimeter weniger als beim Hochwasser im Januar 2011. Und das Wasser steigt weiter, wie hier in Neu Darchau ...
... oder im Örtchen Drethem zwischen Bleckede und Hitzacker.
Die 280 Bewohner der Stadtinsel von Hitzacker müssen ihre Sachen packen und ihre Wohnungen verlassen. Die meisten kommen bei Freunden oder Verwandten unter. Nur wenige müssen die Notunterkünfte nutzen.
Die Idylle täuscht: Die Menschen in Hitzacker hoffen, dass ihre Vorbereitungen ausreichen werden.
Samstagabend in Hitzacker - bereits vor dem Höhepunkt der Flutwelle kommt das Hochwasser den Häusern bedrohlich nahe.
Am Sonnabendnachmittag werden Helfer im Landkreis Lüneburg an die Deiche zurückbeordert, weil neue Prognosen deutlich höhere Pegelstände als bisher voraussagen.
Rekord-Wasserstände kündigen sich nun an. In Hitzacker könnten am Donnerstag 8,50 Meter erreicht werden.
Chiropraktiker Pierre-André Wedeking möchte den "Helfern helfen". Gemeinsam mit seinen vier Mitarbeitern ist er eigens aus Bielefeld angereist.
In Damnatz kümmert sich der Chef einer Chiropraxis nun um die Verspannungen der tatkräftigen Helfer.
Als Wedeking in den Nachrichten sah, wie Chiropraktiker bei den Anschlägen in New York zum Helfen auf die Straße gingen, wollte auch er in Krisensituationen mit anpacken.
Den Menschen in Hitzacker bleibt im Moment nur das bange Abwarten.
Land unter - und die Scheitelwelle ist noch nicht einmal da.
Der Einsatz zu Wasser wird vorbereitet.
Mehr als 1,2 Millionen Sandsäcke werden im Landkreis Lüchow-Dannenberg schon an den Deichen verbaut - für den Notfall stehen aber noch weitere bereit.
Rund 10.000 Helfer schichten Sandsäcke auf, um ein Bollwerk gegen das Wasser zu schaffen.
Bevor die Scheitelwelle Hitzacker erreicht, stehen nur noch Restarbeiten an.
Nicht nur für Kraftwagen heißt es hier schon seit Längerem "Stop": Schaulustige, die das Hochwasser den Landkreisen Lüneburg und Lüchow-Dannenberg bestaunen wollen, dürfen dies nun nur noch von ausgewiesenen Plattformen aus tun.
Die Behörden des Landkreises Lüneburg haben ein striktes Betretungsverbot verhängt.
Viele Elb-Anrainer in Lüchow-Dannenberg und Lüneburg sind auf das Hochwasser vorbereitet. Mit Folie und ...
... Sandsäcken schützen sie ihre Häuser und Geschäfte vor dem Wasser.
Um ganz sicher zu gehen, hat so manch einer auch sein Erdgeschoss leergeräumt oder kurzerhand den Abstand seiner Möbel zum Boden vergrößert.
Mit besonderen Schutzkonstruktionen werden die Deiche verstärkt.
So wie hier in Wussegel sollen die Fluten mit Metall- und Holzwänden ferngehalten werden.
Hunderte Soldaten der Bundeswehr haben die Anrainer in ihrem Kampf gegen den Strom unterstützt.
Der Klassiker: Mit der Kettentechnik wird Sandsack nach Sandsack an die richtige Stelle gewuchtet.
Auch in Hohnstorf (Samtgemeinde Scharnebeck) fassen Jung (hier im Bild) und Alt mit an.
Wie die Profis: Celine (l.) und Filis haben den Dreh längst raus. Zum Glück ist das Wetter wenigstens gut.
Die Helfer befüllen Sandsäcke, ...
... die anschließend auf Anhänger geladen ...
... und im Eiltempo zu den vom Hochwasser bedrohten Gebieten entlang der Elbe gefahren werden.
Trotzdem bringen die Bewohner vorsichtshalber auch ihre Einrichtung in Sicherheit.