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Walsrode arbeitet nicht mehr mit Rockerfirma

von Stefan Schölermann, NDR Info

Mitglieder der Rockergruppe "Hells Angels" © dpa Detailansicht des Bildes Die Sicherheitsfirma zweier "Hells Angels"-Mitglieder wird vom Walsroder "Stadtmarketing" nicht mehr engagiert. In Walsrode geht es Schlag auf Schlag: Am Dienstagabend hat die Ratsversammlung eine Resolution gegen die Rocker der "Hells Angels" verabschiedet - heute kommt die Nachricht, dass eine Firma der Rocker künftig nicht mehr mit Sicherheitsdiensten bei Kulturfesten der Werbegemeinschaft Stadtmarketing beauftragt wird. Das hat die Werbegemeinschaft NDR Info auf Nachfrage bestätigt. Damit erscheint ein wesentliches Problem gelöst, das Walsrode in den vergangenen Monaten immer wieder in die Schlagzeilen gebracht hatte.

Sicherheitsdienst "nicht mehr notwendig"

An den Aktivitäten der Walsroder Sicherheitsfirma, die zwei bundesweit führenden Mitgliedern der Rockergruppe "Hells Angels" gehört, hatten sich nicht nur in Walsrode die Geister geschieden. Die Kehrtwende begründet das Stadtmarketing so: Nach Gesprächen mit der Stadt und der Polizei sei man zu der Erkenntnis gekommen, dass ein Sicherheitsdienst bei den Kulturfesten namens "Walsroder Mittwoch" nicht mehr notwendig sei. Deshalb werde man vom kommenden Jahr an keine Verträge mehr mit der Rockerfirma abschließen.

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Hells-Angels-"Kutte", Leder-Weste, mit diversen geflügtelten Totenkopf-Abzeichen, dem Logo der Rocker © dpa-Report Fotograf: Bernd Thissen
 

Walsrode: Resolution gegen Rocker

Keine Geschäfte mehr mit Rockerbanden - am Dienstagabend verabschiedete der Stadtrat ein Papier, in dem deutliche Distanz zu den "Hells Angels" gefordert wird. mehr

Interne Gespräche über Monate

Walsrodes Bürgermeisterin Silke Lorenz (parteilos) sagte im Gespräch mit NDR Info, sie sei sehr erleichtert über diese Entscheidung. Über viele Monate hatte es im Hintergrund Gespräche gegeben, an denen neben Lorenz auch Polizei, Ordnungsbehörden und Vertreter des Stadtmarketings beteiligt waren. Die gestrige Verabschiedung einer Resolution des Stadtrats war Ergebnis eines längeren politischen Prozesses in der Heidestadt.

Rocker-Gegner: "ein gutes Zeichen"

Reste eines verbrannten Müllcontainers vor einem Hauseingang. © NDR.de Fotograf: Stefan Schölermann Detailansicht des Bildes Vor dem Haus von Thomas Lasthaus wurde im November eine Mülltonne in Brand gesteckt - der Anwalt begrüßt die Entscheidung, Geschäfte mit den "Hells Angels" abzulehnen. Auch andernorts in Walsrode wurde die Entscheidung des Stadtmarketings wohlwollend zur Kenntnis genommen. Der Rechtsanwalt Thomas Lasthaus, der zu den profiliertesten Streitern gegen eine Beteiligung von Rockerfirmen an lokalen Veranstaltungen gehört, sprach von einer Entscheidung, die Respekt verdiene. Es sei ein gutes Zeichen, so Lasthaus gegenüber NDR Info, wenn die Sicherheit bei Veranstaltungen wie dem "Walsroder Mittwoch" wieder allein in Händen der Institution liege, die damit verantwortungsvoll und rechtsstaatlich umgehe - nämlich der Polizei.

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Mitglieder der Rockerbande "Hells Angels" bei einer Bootsfahrt auf dem Steinhuder Meer © dpa
 
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45 Min - Die neue Macht der Rocker

10.10.2011 | 22:00 Uhr
NDR Fernsehen: 45 Min

Wie sehen ihre neuen Strategien aus, wer unterstützt sie?

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Sichergestellte Schuss- und Stichwaffen © dpa - Bildfunk Fotograf: Jens Büttner
 

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