Streit um Castor-Termin spitzt sich zu
Der Streit um den Termin des bevorstehenden Castortransportes nimmt an Schärfe zu. Innenminister Schünemann wies die Kritik der Polizeigewerkschaften unmissverständlich zurück. mehr
Der Termin steht: Im November 2011 rollt der Castor-Transport wieder nach Gorleben. (Archivbild)
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hält an ihrer Kritik an dem Termin im November fest. Wegen der fortgeschrittenen Zeit sei eine angemessene Vorbereitung auf den Castor-Transport fast nicht mehr möglich, sagte der GdP-Landesvorsitzende Dietmar Schilff. "Es wird logistisch sehr schwierig, angemessene Unterkünfte und sanitäre Verhältnisse zu schaffen und die Versorgung der Beamten im Einsatz sicherzustellen", so Schilff. Bei früheren Transporten habe es immer längere Vorbereitungszeiten gegeben.
Am Mittwoch war bekannt geworden, dass sich die Behörden in Deutschland und Frankreich auf einen Termin für den nächsten Castor-Transport mit hochradioaktiven Müll aus La Hague ins Zwischenlager Gorleben geeinigt haben: Der Transport werde nun ohne weitere Verzögerungen für den November vorbereitet. Das teilte das Innenministerium in Hannover mit.
Zwischen Innenminister Schünemann und dem Chef der großen Gewerkschaft der Polizei herrscht Funkstille. Was steckt dahinter?
Bereits in der vergangenen Woche hatten die Polizeigewerkschaften DPolG und GdP kritisiert, dass es Verzögerungen bei den Vorbereitungen für den Castor-Transport gebe und eine Verschiebung des Termins gefordert.
Anfang der Woche hatte Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) diese Kritik zurückgewiesen und auf die noch laufenden Termin-Abstimmungen zwischen deutschen und französischen Behörden verwiesen.