Das Wendland: Liebe auf den zweiten Blick
An der ehemaligen Grenze hat sich ein einzigartiger Naturraum erhalten. mehr
1813 kämpfte bei den Befreiungskriegen an der Göhrde ein preußischer Soldat namens August Renz gegen die Franzosen. Renz war in Wahrheit aber eine als Mann verkleidete Frau: Eleonore Prochaska, die dem Lützower Freikorps angehörte, wurde in der Göhrdeschlacht tödlich verwundet. Die Geschichte der als "Jeanne d' Arc von Potsdam" verehrten Freiheitskämpferin ist vom 9. bis zum 18. September auf der Freilichtbühne am Dahlenburger Heimatmuseum zu sehen.
"1813 Liebe und Tod in der Göhrde" in der Regie von Gabriel Reinking erzählt die Ereignisse um die berühmte Schlacht an der Elbe: Die für Deutschlands Freiheit kämpfende Eleonore Prochaska verliebt sich in den französischen Soldaten Jerome. Ihre heimliche Liebe wird durch die Wirren des Krieges auseinandergerissenen - und endet nach neun Szenen tragisch.
20 Profi- und Laiendarsteller aus der gesamten Elbe-Heideregion lassen die Zeit der Befreiungskriege wieder lebendig werden. Regisseur Reinking hat sich ein Jahr lang vorbereitet, das Stück dann in fünf Nächten geschrieben. Sechs Monate dauerte der dramaturgische Feinschliff. Hauptdarsteller Henning Karge, der den Jerome spielt, ist in der Göhrde aufgewachsen. Hauptdarstellerin Kira Tschirner ist im richtigen Leben Ergo-Therapeutin, wäre aber viel lieber Schauspielerin geworden.
Die Premiere von "1813 Liebe und Tod in der Göhrde" am 9. September ist bereits ausverkauft. Karten gibt es noch für den 10. September, 20 Uhr, für den 11. September, 15 Uhr, und den 16. und 17. September, jeweils 20 Uhr, sowie den 18. September, 15 Uhr.
Wer sich für die historischen Ereignisse der Schlacht zwischen Dahlenburg und Dannenberg samt Biwak- und Lagerleben interessiert, der kann außerdem am 18. und 19. September die Nachstellung des Gefechtes am Originalschauplatz an der Göhrde erleben.